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Noch nicht für Asylanträge Bremer Bamf-Filiale öffnet wieder

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Vorläufig werden noch keine Asyl-Verfahren bearbeitet.

(Foto: picture alliance / Mohssen Assan)

Seit dem Skandal um die Asylbescheide der Bremer Bamf-Außenstelle ruht die Arbeit dort. Die Mitarbeiter besuchen Schulungen und sollen das neu gewonnene Wissen demnächst auch praktisch anwenden.

Die Mitarbeiter der vom Asylskandal erschütterten Bremer Außenstelle des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) sollen bald wieder die Arbeit aufnehmen. Es gehe dabei allerdings nur um Tätigkeiten wie Maßnahmen zur Integration von Flüchtlingen, sagte die Sprecherin des Bundesinnenministeriums, Eleonore Petermann, der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Sie sollten aber weiterhin keine Asylanträge bearbeiten.

Petermann zufolge wurden die Bremer Bamf-Mitarbeiter umfassend geschult, nunmehr sollen sie stufenweise ihre Arbeit wieder aufnehmen. Der "Bild am Sonntag" zufolge sollen die Bremer Bamf-Mitarbeiter zunächst Integrationsaufgaben wahrnehmen, dazu gehörten beispielsweise die Vermittlung von Sprachkursen an Flüchtlinge.

Im April waren Vorwürfe bekannt geworden, dass in der Bremer Bamf-Außenstelle zwischen 2013 und 2016 zahlreiche Asylanträge unrechtmäßig bewilligt worden sein sollen. Im Mai verfügte Bundesinnenminister Horst Seehofer deswegen, dass in der Außenstelle vorerst keine Asylentscheidungen mehr getroffen werden.

Die Staatsanwaltschaft Bremen hat Ermittlungen gegen die ehemalige Leiterin der Außenstelle sowie insgesamt fünf weitere Beschuldigte aufgenommen. Die Frau wies die Vorwürfe über ihren Anwalt zurück.

Quelle: n-tv.de, sba/AFP

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