Politik

Durch Corona-Leugner? Britischer Ex-Minister in U-Bahn attackiert

Matt Hancock war ab 2018 Gesundheitsminister, 2021 trat er zurück.

Matt Hancock war ab 2018 Gesundheitsminister, 2021 trat er zurück.

(Foto: picture alliance / Photoshot)

Artikel anhören
Diese Audioversion wurde mit Sprachproben unserer Moderatoren künstlich generiert.
Wir freuen uns über Ihr Feedback zu diesem Angebot.

Matt Hancock war unter Boris Johnson während der Pandemie Gesundheitsminister: In der Londoner U-Bahn ist er nun mit einem 61-Jährigen aneinander geraten, der ein bekannter Corona-Leugner sein soll. Schon zuvor soll dieser medizinische Berater und Hancocks Nachfolger belästigt haben.

Der frühere britische Gesundheitsminister Matt Hancock ist in der Londoner U-Bahn von einem Mann beleidigt und attackiert worden, bei dem es sich Berichten zufolge um einen Corona-Leugner handelt. Die Polizei nahm den 61-jährigen Täter fest, wie die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf die Sicherheitskräfte meldete. Er soll Hancock minutenlang verfolgt, sich in der U-Bahn neben ihn gesetzt und ihn geschubst haben.

In den Sozialen Medien kursieren Videos, die zeigen, wie Hancock verfolgt wird. Anscheinend von dem 61-Jährigen selbst gefilmt. Es ist zu sehen, wie eine Mitarbeiterin der Verkehrsbetriebe einschreitet und versucht, den Mann mit Worten zu beruhigen. Der wirkt auf den Aufnahmen sehr gereizt und bezeichnet Hancock immer wieder als "Mörder".

Der Ex-Minister blieb bei dem Vorfall unverletzt. Die Zeitung "Daily Mail" schrieb, dass es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen bekannten Verbreiter von Corona-Verschwörungstheorien handele. Er habe bereits den früheren Gesundheitsminister Sajid Javid sowie die für medizinische Fragen verantwortlichen Regierungsberater Chris Whitty und Jonathan Van-Tam wegen ihrer Rolle bei der Bekämpfung der Pandemie belästigt.

Hancocks Sprecher sagte, der Politiker erlebe solches Verhalten nur selten. Es sei wichtig, "unbegründete Fehlinformationen zu unterbinden, die so viel Schaden anrichten". Hancock war während eines Großteils der Pandemie im Amt und trat letztlich zurück, weil er die selbst gesetzten Abstandsregeln gebrochen hatte. Zuletzt wurde der 44-Jährige wegen seiner Teilnahme am britischen TV-Dschungelcamp von der konservativen Parlamentsfraktion suspendiert.

Quelle: ntv.de, ysc/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen