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Liveticker: Bürgerkrieg in Syrien +++ 23:45 Desaster für Cameron im Unterhaus +++

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dpa

Tag drei der Giftgas-Inspektionen in Syrien. Für die US-Regierung steht längst fest: Das Assad-Regime steckt hinter den grausamen Angriffen. Doch noch zögern die USA, Großbritannien und Frankreich mit einem gezielten Militärschlag - sie wollen zuerst Beweise von den UN-Inspektoren sehen. Verfolgen Sie das Geschehen im n-tv.de Liveticker.

+++ 23:45 Desaster für Cameron im Unterhaus +++
Der britische Premierminister David Cameron erleidet bei einer parlamentarischen Abstimmung über mögliche militärische Schritte eine Niederlage. Mit 285 zu 272 Stimmen lehnt das Londoner Unterhaus im Prinzip militärische Schritte gegen Syrien ab, die weitere Giftgaseinsätze des Regimes von Machthaber Baschar al-Assad verhindern helfen sollten.

+++ 22:18 UN-Vetomächte beenden Sondersitzung +++
Nach gerade einmal 45 Minuten beenden die fünf Vetomächte im UN-Sicherheitsrat ihre neuerliche Krisensitzung zum Syrien-Konflikt. Nach dem Treffen in New York geben die Vertreter der USA, Großbritanniens, Frankreichs, Russlands und Chinas keinen Kommentar zu möglichen Annäherungen ab. Hinter verschlossenen Türen hatten sie den zweiten Anlauf binnen 24 Stunden unternommen, zu einer geschlossenen Reaktion auf den mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz in Syrien zu finden. Russland und China lehnen bislang eine militärische Intervention stets ab.

+++ 21.55 Vetomächte tagen hinter verschlossenen Türen +++
Die Staatengemeinschaft unternimmt einen neuen Anlauf zu einer geschlossenen Reaktion auf den Giftgaseinsatz in Syrien. Die fünf Vetomächte im UN-Sicherheitsrat ziehen sich auf russischen Antrag zu ihren Verhandlungen hinter verschlossenen Türen zurück. Kanzlerin Merkel drängt Russlands Präsident Putin, seine Blockadehaltung aufzugeben. Beide pochen auf eine diplomatische Lösung der Krise.

+++ 21.05 Unesco "tief besorgt" +++
Die Unesco ist "tief besorgt" über die Gefährdung des syrischen Kulturerbes durch den dortigen Bürgerkrieg. Die Generaldirektorin der UN-Organisation für Bildung und Kultur, Irina Bokowa, weist darauf hin, der Schutz von Menschen und kulturellen Werten seien direkt miteinander verbunden. "Die Zerstörung des einen führt meist zur Zerstörung des anderen", so Bokowa.

+++ 20:36 Tausende Griechen demonstrieren gegen Militärschlag +++
Rund 3000 Menschen gehen in der griechischen Hauptstadt Athen gegen einen möglichen Militärschlag in Syrien auf die Straße. Vor der Botschaft der USA skandieren die Demonstranten antiamerikanische Parolen. Zu der Demonstration hatte die Kommunistische Partei (KKE) aufgerufen.

+++ 20:07 Tausende Syrer bitten in Deutschland um Asyl +++
Die Zahl der Asylbewerber aus Syrien ist weiter hoch. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres stellten knapp 6000 Syrer einen Asylantrag - die meisten davon waren Erstanträge. Wenn sich der Trend fortsetze, würden die Zahlen aus dem Vorjahr übertroffen, sagt eine Sprecherin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Zu Abschiebungen von Syrern kommt es derzeit kaum.

+++ 19:43 Obama telefoniert mit Merkel +++
US-Präsident Obama telefoniert mit Bundeskanzlerin Merkel, um über die Lage in Syrien beraten. Das bestätigt ein Sprecher des Weißen Hauses. Das Gespräch sei Teil einer Reihe von Konsultationen mit europäischen Staatschefs, heißt es. Merkels Sprecher Seibert teilt mit, dass die Kanzlerin und der Präsident einer Meinung seien, dass der "menschenverachtende Giftgaseinsatz am 21.  August in der Nähe von Damaskus eine schwere Verletzung internationalen Rechts bedeutet". Merkel und Obama hätten verabredet, "sich weiter eng über eine mögliche  internationale Reaktion auf dieses Verbrechen abzustimmen".

+++ 19:32 Caritas warnt vor Luftangriffen +++
Bei einem militärischen Eingreifen des Westens in den Syrien-Konflikt befürchtet Caritas international eine Gefährdung der Zivilbevölkerung sowie der Helfer vor Ort. Damit wäre die Humanitäre Hilfe insgesamt in Gefahr. "Die Gefahren bei einem Luftangriff sind nicht abzuschätzen", sagt Christoph Klitsch-Ott, stellvertretender Leiter von Caritas international.

+++ 19:03 Sicherheitsrat berät erneut über Syrien +++
Die fünf UN-Vetomächte beraten Abend erneut über die Syrien-Krise. Das Treffen hinter verschlossenen Türen beginnt um 20.30 Uhr MESZ. Am Mittwoch hatten die Beratungen der Vertreter der USA, Großbritanniens, Frankreichs, Russlands und Chinas nicht zu einer gemeinsamen Haltung geführt, Russland und China lehnen eine Militäraktion gegen Syrien ab.

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Israelische Soldaten trainieren auf den Golan-Höhen.

(Foto: AP)

+++ 18:57 Netanjahu warnt Assad +++
Der israelische Ministerpräsident Netanjahu bekräftigt seine Warnung an Syrien. "Wir sind nicht an dem Bürgerkrieg in Syrien beteiligt", sagt Netanjahu zu Beginn einer Sicherheitsberatung in Tel Aviv. "Aber ich betone erneut, dass die israelische Armee mit sehr großer Stärke reagieren wird, wenn jemand versuchen sollte, den Bürgern Israels Schaden zuzufügen."

+++ 18:21 Merkel ruft zu Schulterschluss auf +++
Bundeskanzlerin Merkel ruft Russland und China auf, zum Syrien-Konflikt im UN-Sicherheitsrat eine gemeinsame Haltung mit dem Westen zu suchen. Mit Blick auf den mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen im syrischen Bürgerkrieg sagt sie: "Das ist ein einschneidender Verstoß gegen alle internationalen Vereinbarungen und das Völkerrecht."

+++ 17:54 Dax erholt sich etwas von Kursrutsch +++
Am deutschen Aktienmarkt legen sich offenbar die Sorgen um einen Militärschlag gegen Syrien. Der Dax kann sich nach seinen jüngsten Verlusten stabilisieren und erholt sich bis zum Handelsende um 0,45 Prozent auf 8194,55 Punkte. Während der letzten Tage war der Leitindex um mehr als drei Prozent nach unten gedrückt. Auch für den MDax geht es um 0,86 Prozent auf 14.448,38 Punkte nach oben. Der TecDax legt um 1,59 Prozent auf 1026,23 Punkte zu.

+++ 17:33 Konfliktforscher: Ganze Region bricht auseinander +++
Der Konfliktforscher Neil Melvin vom Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri warnt vor einem Angriff auf Syrien."Mit ein paar Raketen wird die Situation in Syrien nicht besser", sagt der Direktor des Sipri-Konfliktmanagementprogramms. Wolle man den Konflikt ernsthaft lösen, brauche man eine weitergehende politische Strategie. "Es handelt sich hier nicht nur um einen auf Syrien begrenzten Bürgerkrieg", meint Melvin. "Die ganze Region bricht auseinander: Ägypten, Libanon, Irak - überall gibt es Konflikte und Separationsbewegungen.

+++ 17:10 USA verlegen fünftes Kriegsschiff +++
Die USA verstärken weiter ihre Militärpräsenz im östlichen Mittelmeer. Die US-Marine habe mit der Verlegung eines fünften Kriegsschiffes in die Region begonnen, sagt ein Vertreter des Verteidigungsministeriums. Die "USS Stout" sei mit Marschflugkörpern ausgerüstet.

+++ 16:43 Cameron: Kein Regimewechsel angestrebt +++
Großbritannien strebt in Syrien mit einem möglichen Militärschlag keinen Regimewechsel an. Das sagt Premierminister Cameron zum Auftakt einer Sondersitzung des Unterhauses. Zugleich erklärt er, es gebe "keine 100-prozentige Sicherheit", dass der syrische Machthaber Assad den mutmaßlichen  Chemiewaffeneinsatz anordnete.

+++ 16:29 Russland lässt Kriegsschiffe nur "rotieren" +++
Nach der Ankündigung Moskaus, Kriegsschiffe ins Mittelmeer zu entsenden, stellt jetzt ein ranghoher Sprecher des Oberkommandos der russischen Kriegsmarine klar, dass die Entsendung "nichts mit der Zuspitzung der Situation um Syrien" zu tun habe. Es handele sich vielmehr um eine "Rotation": "Die Schiffe, die sowohl im Mittelmeer als auch in anderen Regionen der Welt kreuzen, operieren gemäß dem Plan des Oberkommandos der Seekriegsflotte und des Generalstabs", sagte der Sprecher. "Nach der Erfüllung ihrer Aufgaben kehren die Schiffe in ihre Stützpunkte zurück oder lösen andere Schiffe zur weiteren Erfüllung der gestellten Aufgaben ab. Es handelt sich dabei um eine planmäßige Rotation."

+++ 15:56 Assads Truppen räumen Kommandozentralen +++
Syrische Regierungstruppen beginnen, den Großteil des Personals aus den meisten Hauptquartieren von Armee und Sicherheitsdiensten in Damaskus abzuziehen. Zudem beschlagnahmen Armeeeinheiten Schwerlasttransporter, um Waffen un d Ausrüstung zu verlegen. Das Material sei möglicherweise wegen zu erwartender Kämpfe verlegt worden, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters ungenannte Quellen. Bewaffnete Fahrzeuge und Truppentransporter verlassen den internationalen Flughafen von Damaskus, der allein drei Militärbasen umfasst.

+++ 15:48 Jafari droht mit "zweitem Vietnam" für Amerika +++
Der Iran warnt vor einer Zerstörung Israels im Falle eines US-Militärschlags gegen Syrien. Auf Syrien würde die unmittelbare Zerstörung Israels bedeuten", sagt der Kommandeur der mächtigen Revolutionsgarden, Mohammed Ali Jafari, in einem Interview der Nachrichtenagentur Tasnim. Zugleich droht er den USA mit verheerenden Folgen für sie selbst. Syrien würde zu einem "gefährlicheren und tödlicheren Schlachtfeld als der Vietnam-Krieg" und "zum zweiten Vietnam für die Vereinigten Staaten". Der Israel-feindliche Iran ist der wichtigste regionale Verbündete der syrischen Führung.

+++ 15:38 London sieht rechtliche Handhabe für Militärintervention +++
Die britische Regierung sieht offenbar die rechtlichen Voraussetzungen für einen Militärschlag gegen Syrien erfüllt. Das geht aus zwei Dokumenten hervor, die das Büro von Premierminister David Cameron veröffentlicht hat. Sie sollen demnach den Einsatz von Chemiewaffen durch das syrische Regime belegen. Zudem verbreitet die britische Regierung eine Einschätzung des Geheimdienstausschusses. Danach sei es "sehr wahrscheinlich", dass das Regime für den Chemiewaffeneinsatz in Vororten von Damaskus am 21. August verantwortlich sei.

+++ 15:27 World Vision: Größte humanitäre Krise unserer Zeit +++
World Vision appelliert an alle politischen Akteure endlich eine Friedensoffensive zugunsten der Opfer einzuberufen. "Dieser Konflikt ist die größte humanitäre Krise unserer Zeit und eine weitere Gewalteskalation ist eine Menschenrechtsverletzung und ein Verstoß gegen internationale Konventionen, betont Conny Lenneberg, World Vision Regionalleiterin für den Nahen Osten.  Das Schlimmste, was den syrischen Kindern jetzt passieren könne, sei eine militärische Intervention.

+++ 15:13 Tausende syrische Militärs bieten sich als Märtyrer an +++
Mehr als 8000 syrische Militärs sind dazu bereit, im Kampf gegen ausländische Aggressoren freiwillig in den Tod zu gehen, wie der britische "Guardian" unter Berufung auf einen nicht mit Namen genannten syrischen Offizier schreibt. "Bei uns gibt es mehr als 8000 Leute, die jederzeit bereit sind, einen Märtyrertod zu sterben, um den US-Amerikanern und den Briten Einhalt zu gebieten. Ich selber bin dazu bereit, mich an Bord eines US-Seeflugzeugträgers in die Luft zu sprengen, um sie von Angriffen gegen Syrien und das syrische Volk abzuhalten", zitiert die Zeitung den Offizier.

+++ 15:05 Französisches Kriegsschiff bricht Richtung Syrien auf +++
Frankreich entsendet seine modernste Luftabwehr-Fregatte an die syrische Küste. Das berichtet das französische politische Wochenmagazin "Le Point". Das Kommando der französischen Marine soll nach "Le Point"-Angaben beschlossen haben, die Fregatte "Chevalier Paul" aus dem Mittelmeerhafen von Toulon vor die syrische Küste zu verlegen. Das Kriegsschiff ist für den Schutz von großen Schiffsformationen im Raum von Kampfhandlungen bestimmt. Das französische Verteidigungsamt enthält sich eines Kommentars zu den Aufgaben der Fregatte. Es handle sich um eine "übliche Tätigkeit" der Streitkräfte, heißt es.

+++ 14:59 ROG: Syrien ist für Journalisten das gefährlichste Land der Welt +++
Mehr als 100 Journalisten sind bislang im syrischen Bürgerkrieg getötet worden. Zu diesem Ergebnis kommt Reporter ohne Grenzen (ROG) nach einer detaillierten Auswertung zahlreicher Übergriffe in den vergangenen Monaten. Demnach wurden seit Beginn der Proteste gegen das Assad-Regime insgesamt 25 professionelle Journalisten und rund 70 Bürgerjournalisten getötet. Sechs von ihnen waren Ausländer. Syrien ist damit das derzeit gefährlichste Land der Welt für Journalisten und Medienaktivisten. Momentan werden zudem 14 ausländische und mehr als 60 syrische Medienschaffende von unterschiedlichen Konfliktparteien festgehalten oder gelten als vermisst.

+++ 14:32 Papst Franziskus und König Abdullah setzen auf Dialog +++
Papst Franziskus und Jordaniens König Abdullah II. fordern im zugespitzten Syrien-Konflikt Dialog und Verhandlungen. Unterstützt von der internationalen Gemeinschaft müssten alle Gruppen der syrischen Gesellschaft daran beteiligt werden, denn dies sei der einzige Weg aus dem Konflikt.

+++ 14:09 Russland fordert weitere Giftgas-Untersuchung +++
Es sei unerlässlich, dass die UN-Experten vor ihrer Rückkehr nach Den Haag auße r in Vororten von Damaskus etwa auch in Chan al-Asal in der Provinz Aleppo Proben nähmen, fordert der russische Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch. In Chan al-Asal sollen am 16. März mindestens 26 Menschen durch chemische Kampfstoffe ums Leben gekommen sein. Der Weltsicherheitsrat müsse bei der Aufklärung der Giftgasvorwürfe auch die Ergebnisse russischer Experten berücksichtigen, so Lukaschewitsch weiter. Die Spezialisten hatten in Chan al-Asal Proben genommen, die nach Moskauer Angaben einen Giftgaseinsatz der Rebellen beweisen.

+++ 13:59 Merkel und Hollande setzen auf neue UN-Beratung +++
Sowohl Frankreich als auch Deutschland setzen vor einem Militärschlag in Syrien auf eine erneute Beratung im UN-Sicherheitsrat. Nach einem Telefonat mahnen die beiden einen "raschen Abschluss der UN-Untersuchungsmission" an. Die UN-Inspekteure sollen ihre Arbeit am Freitag beenden und Syrien am Samstagmorgen verlassen. Das Team solle dann umgehend dem UN-Sicherheitsrat Bericht erstatten, "damit dieser seiner Verantwortung angesichts dieses ungeheuerlichen Verbrechens gerecht werden kann", teilt Regierungssprecher Steffen Seibert mit.

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Wie wird Syriens Machthaber Assad auf einen möglichen Angriff reagieren?

(Foto: REUTERS)

+++ 13:37 Assad gibt sich unbeugsam +++
Machthaber Assad schwört sein Volk auf den Widerstand gegen einen westlichen Militärschlag ein. Das staatliche Fernsehen zitiert ihn mit den Worten: "Syrien wird sich gegen jeden Angriff verteidigen." Die Nachrichtenagentur Sana meldet zudem, Assad habe bei einem Treffen mit einer Delegation aus dem Jemen erklärt, "das standfeste syrische Volk und seine Armee werden weiter gegen den Terrorismus kämpfen".

+++ 13:26 Britische Opposition pfeift Premier Cameron zurück +++
In Großbritannien bricht ein schwerer politischer Streit über die Strategie in der Syrien-Krise aus. Premier David Cameron muss seine Pläne zurücknehmen, noch am Donnerstag eine parlamentarische Absicherung für eine mögliche konkrete britische Beteiligung an einem Militärschlag gegen das Assad-Regime zu erreichen. Nun solle im Parlament nur noch über eine abgeschwächte Vorlage abgestimmt werden, die die Teilnahme an einem möglichen Militärschlag nur noch "grundsätzlich" erwähnt und einen internationalen Konsens anstrebt.

+++ 13:18 Kairo lehnt Militärschlag ohne UN-Mandat ab +++
Außenminister Nabil Fahmi erklärt, Ägypten sei zwar der Meinung, dass ein Angriff mit Chemiewaffen unbedingt bestraft werden müsse. Eine Militärintervention ohne ein Mandat des UN-Sicherheitsrates lehne seine Regierung aber ab. "Wir fordern den Weltsicherheitsrat auf, alle Anstrengungen zur Aufklärung der Vorfälle zu unternehmen und im Angesicht dieses abscheulichen Verbrechens alle notwendigen Maßnahmen zu treffen."

+++ 13:05 Syrische Opposition appelliert an UN-Inspekteure +++
Die syrische Opposition fordert die Waffeninspekteure der Vereinten Nationen auf, ihren Bericht möglichst bald vorzulegen. Die Nationale Syrische Koalition erklärt, die Experten sollten "die Wahrheit schneller ans Tageslicht bringen und der ganzen Welt präsentieren".

+++ 13:01 Dax kommt zur Ruhe +++
Der Dax hat sich nach den zuletzt deutlichen Verlusten wieder etwas stabilisiert. Der deutsche Leitindex hält sich bislang durchgängig im Plus und stieg gegen Mittag um 0,37 Prozent auf 8188 Punkte.

+++ 12:48 UN-Team sucht weiter nach Giftgas-Spuren+++
Die Waffeninspekteure der UN setzen ihre Suche nach Spuren von Giftgas im Umland der syrischen Hauptstadt Damaskus fort. Gegner des Assad-Regimes melden, das Team sei erneut in die Ortschaft Samalka im Bezirk Al-Ghuta Al-Scharkija gefahren, wo es schon am Vortag Untersuchungen vorgenommen hatte. Die Experten hätten noch weitere Proben von Überlebenden nehmen wollen, heißt es.

+++ 12:42 Steinbrück fordert neue Sicherheitsberatungen +++
Peer Steinbrück dringt auf neue Beratungen des UN-Sicherheitsrats vor einer möglichen Militärintervention. Zunächst müsse der Bericht der UN-Inspekteure zum Einsatz von Chemiewaffen abgewartet werden, dann müsse der Sicherheitsrat darüber beraten, so der SPD-Kanzlerkandidat. Dabei solle auch versucht werden, "eine Positionsveränderung Russlands zu erreichen". Das kommende Woche anstehende Gipfeltreffen der G-20-Staaten solle für weitere Beratungen genutzt werden, so Steinbrück. Sollte Russland seine Position verändern, gebe es die Möglichkeit, "sehr scharfe Sanktionen" gegen Syrien zu verhängen.

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Soll sich Deutschland aus dem Syrien-Konflikt heraushalten?

+++ 12:25 Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen Militärschlag +++
Laut einer Umfrage des ZDF-Politbarometers spricht sich die Mehrheit der Bundesbürger gegen einen Militärschlag in Syrien aus. So lehnen 58 Prozent der Befragten laut der Erhebung ein militärisches Eingreifen des Westens in Syrien ab, 33 Prozent befürworten einen Militärschlag, neun Prozent sind noch unentschieden. Die Einschätzung wird dabei parteiübergreifend geteilt. Falls es dennoch zu einem Militärschlag der USA kommen sollte, sind 55 Prozent dagegen, dass sich Deutschland mit Material oder finanziell beteiligt.

+++ 12:11 Peking warnt vor einem Militärschlag +++
"Eine externe militärische Einmischung ist gegen die Absicht der UN-Charta und die grundsätzlichen Prinzipien der internationalen Beziehungen", sagt Außenminister Wang Yi laut einer Mitteilung auf der Internetseite des Ministeriums. Ein solcher Schritt würde zu noch mehr Instabilität in Nahost führen. Niemand dürfe in die Untersuchungen der UN-Experten eingreifen und voreilige Schlüsse ziehen.

+++ 11:51 Türken bringen Luftabwehrraketen in Stellung +++
Die türkische Armee bereitet sich offenbar auf mögliche Vergeltungsaktionen nach den erwarteten US-Angriffen auf Regierungseinrichtungen in Syrien vor. In der Provinz Hatay an der Grenze zu Syrien seien Luftabwehrraketen in Stellung gebracht worden, berichten mehrere Zeitungen. Die türkische Luftwaffenbasis in Diyarbakir, rund hundert Kilometer nördlich der Grenze, wurde demnach um 20 zusätzliche Kampfjets verstärkt. Die zivilen Behörden in der Grenzregion bereiten den Berichten zufolge die Behandlung von Giftgasopfern vor.

+++ 11:44 Assad spricht von historischer Herausforderung +++
Syriens Machthaber Assad appelliert an den Kampfgeist seiner Anhänger. "Dies ist eine historische Herausforderung, aus der wir als Sieger hervorgehen werden", sa gt Assad laut der libanesischen Tageszeitung "Al-Achbar" vor Vertretern seiner Führung. "Seit dem Beginn der Krise warten wir darauf, dass unser wahrer Feind sich zeigt", so Assad. Er wisse, "dass Eure Moral gut ist und dass Ihr bereit seid, jeder Aggression zu trotzen und das Vaterland zu schützen".

+++ 11:36 Briten verlegen Kampfflugzeuge nach Zypern +++
Die britische Armee verlegt sechs Kampfflugzeuge vom Typ Typhoon auf ihre Luftwaffenbasis auf der Insel Zypern. Der Stützpunkt Akrotiri auf Zypern ist ein eigenes britisches Hoheitsgebiet. Die Flugzeuge seien "in Zeiten erhöhter Spannungen" als "Vorsichtsmaßnahme" auf Zypern stationiert worden, um das britische Hoheitsgebiet zu schützen. Sie seien nicht Teil militärischer Maßnahmen gegen Syrien, teilt das Verteidigungsministerium in London mit. Die Kampfjets sollen im Ernstfall feindliche Flugzeuge abfangen. Akrotiri liegt nur wenige hundert Kilometer Luftlinie von Syrien entfernt.

+++ 11:04 Russen schicken Kriegsschiffe ins Mittelmeer +++
Russland verlegt zwei schwere Kriegsschiffe ins Mittelmeer. Das meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax. Russland werde in den kommenden Tagen einen U-Boot-Zerstörer und einen den Raketenkreuzer "Moskwa" ins östliche Mittelmeer beordern, zitiert Interfax einen namentlich nicht genannten Mitarbeiter der Streitkräfte. Auch der Lenkwaffenkreuzer "Warjag" soll demnächst Kurs in das Gebiet nehmen. Die sich zuspitzende Lage in der Region erfordere eine verstärkte Präsenz. Im Mittelmeer sind auch mehrere Kriegsschiffe der USA unterwegs, von denen aus Raketenangriffe auf Ziele im Anrainerstaat Syrien möglich wären.

+++ 10:59 Solana kritisiert Reaktion des Westens +++
Der frühere Nato-Generalsekretär Javier Solana warnt vor den Gefahren einer militärischen Intervention in Syrien. Der Westen reagiere im Syrien-Konflikt zu spät und obendrein schlecht, betont der Spanier in einem Gastkommentar der Madrider Zeitung "El País". "Man will den Eindruck vermitteln, dass es eine Führung gibt, die in Wirklichkeit fehlt." Bei den erwogenen Militäraktionen bestehe das Risiko, dass der schon heute dramatische Konflikt künftig noch schwieriger zu lösen sein werde. Das jetzige Dilemma hätte man sich ersparen können, wenn man im vorigen Jahr mit mehr Entschlossenheit eine diplomatische Lösung angestrebt hätte, schreibt Solana.

+++ 10:49 Nouripour warnt vor voreiligen Schuldzuweisungen +++
"Die Situation ist unglaublich unübersichtlich. Es ist die Frage, ob am Ende tatsäch lich bewiesen werden kann, wer es war", sagt der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour bei n-tv. Man müsse die Inspekteure der Vereinten Nationen ihre Arbeit machen lassen und dann wird man sehen, ob man genau sagen kann, wer denn überhaupt daran schuld sei, dass Chemiewaffen eingesetzt worden sind. "Wenn es Assad war, dann muss man Druck auf die Russen machen, damit sie sich im Sicherheitsrat endgültig bewegen. Dann haben sie keine Ausrede mehr, Assad weiterhin zu schützen. Wenn es die Rebellen waren, ist es höchste Zeit, dass wir Saudi-Arabien und Katar klar machen, dass sie aufhören müssen, Fundamentalisten und Dschihadisten in Syrien zu finanzieren", so Nouripou weiter.

+++ 10:36 UN-Inspekteure verlassen Syrien am Samstag +++
Die UN-Inspekteure in Syrien werden nach den Worten von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon das Land am Samstagmorgen verlassen. Am Freitag sollten die Untersuchungen noch weiter laufen, so Ban.

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Die USS Truman (Archivfoto vom Dezember 2012)

(Foto: REUTER)

+++ 10:29 US-Marine verstärkt Präsenz in der Golf-Region +++
Die amerikanische Marine erhöht ihre Präsenz in der Region u m den Persischen Golf. Mittlerweile ist der Flugzeugträger USS Truman im Arabischen Meer eingetroffen. Er sollte eigentlich die USS Nimitz ablösen, die nun aber weiter im Indischen Ozean bleiben wird, wie aus US-Militärkreisen verlautet. Es handele sich um eine  vorausschauende Planung, die aber nicht bedeute, dass die Truman eine Rolle bei möglichen Militärschlägen gegen Syrien spielen werde, heißt es.

+++ 10:17 Syrische Opposition fordert Westen zum Handeln auf +++
Die Allianz der syrischen Oppositionsgruppen fordert den Westen zu einem Militärschlag auf. "Sie dürfen es nicht allein bei Worten belassen", sagt der Chef der Allianz Ahmad Jarba der französischen Zeitung "Le Parisien". "Wenn sich die westlichen Staaten zurückhalten, wird Assad daraus schließen, dass er folgenlos Verbrechen begehen kann. Unsere Leute laufen dann Gefahr, ausgerottet zu werden", so Jarba. Assad habe die volle Unterstützung Russlands, der Hisbollah und aus dem Iran. "Wir hingegen haben nichts. Unsere Verbündeten haben uns nichts von dem gegeben, worum wir ersucht haben. Wir brauchen effektive Unterstützung."

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Noch haben die Chemiewaffenexperten ihre Untersuchung nicht abgeschlossen.

(Foto: REUTERS)

+++ 09:56 London wartet Endbericht der UN-Inspektion ab +++
Die britische Regierung will nicht militärisch in Syrien eingreifen, bevor die Prüfungsergebnisse der UN-Chemiewaffeninspektoren vorliegen. Dies geht aus einer Beschlussvorlage des Kabinetts für das britische Unterhaus vor, über die heute abgestimmt werden soll. Es wird erwartet, dass Premierminister David Cameron die Abgeordneten um Zustimmung für gezielte Militärangriffe in dem Bürgerkriegsland bittet, nachdem das assad-Regime Giftgas eingesetzt haben soll. 

+++ 09:37: Medienbericht: Nutzt Assad Napalm gegen sein eigenes Volk? +++
Syrische Oppositionelle äußern den Verdacht, dass Machthaber Assad Napalm gegen sein eigenes Volk einsetzt. Das berichtet die "Dailymail". Im Hinterland von Aleppo seien am Montag Bomben und Napalm abgeworfen worden, heißt es dort. Fotos zeigen Menschen mit schweren mutmaßlichen Brandverletzungen.

+++ 09:18 Terrorbrigade verschleppt Deserteure +++
Eine Brigade, die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahesteht, überfällt in Syrien einen Waffentransport von Rebellen. Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter meldet, die Gruppe "Islamischer Staat im Irak und in Syrien" habe vor drei Tagen in der Provinz Al-Rakka einen Waffentransport einer Rebellenbrigade aus der Provinz Deir as-Saur überfallen. Dieser sei von zwei ehemaligen Offizieren begleitet worden. Die Islamisten hätten die zwei Deserteure gefangen genommen und die Waffen eingezogen. Vermittlungsversuche verschiedener Rebellen seien bislang erfolglos geblieben.

+++ 08:55 Samalka und Al-Mleiha unter Beschuss +++
Wenige Stunden nach der Abfahrt der Chemiewaffeninspekteure greifen syrische Regierungstruppen die Ortschaften an, die das UN-Team besucht hatte. Verschiedene Revolutionsgruppen melden, Samalka und Al-Mleiha im Osten von Damaskus seien in der Nacht mit Artillerie und Maschinengewehren beschossen worden. Am Morgen meldet die Allgemeine Kommission für die Syrische Revolution Kämpfe an der Straße, die das Stadtzentrum von Damaskus mit dem internationalen Flughafen verbindet.

+++ 08:47 Putin und Ruhani verurteilen Angriffspläne  +++
Die Präsidenten Russlands und des Irans verurteilen die Pläne für einen Militäreinsatz in Syrien als "illega l und eine klare Verletzung internationaler Konventionen". Das meldet die iranische Nachrichtenagentur ISNA unter Berufung auf ein Telefongespräch zwischen Wladimir Putin und Hassan Ruhani. Sie bestünden auf friedlichen und diplomatischen Bemühungen zur Beilegung der Krise in Syrien.

+++ 08:30 Euro rutscht ab +++
Der Kurs des Euro rutscht bis an die Marke von 1,33 US-Dollar. Die Sorge vor einer Eskalation der Syrien-Krise belaste die Gemeinschaftswährung, erklären Händler die Kursverluste. Am Morgen fällt der Euro auf ein Tagestief bei 1,3311 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,3347 (Dienstag: 1,3338) Dollar festgesetzt.

+++ 08:09 Iran: Krieg führt zu Terror +++
Ein Militärschlag gegen Syrien löst nach Einschätzung des iranischen Außenministers mehr Terrorismus weltweit aus. "Ein Krieg würde nur zu einer Spirale der Gewalt, mehr Extremismus und besonders mehr Terrorismus weltweit führen", sagt Mohammed Dschawad Sarif. Nur eine rationale Zusammenarbeit aller Staaten und eine Rückkehr zur Diplomatie könnten eine Katastrophe in der Region verhindern. Der Iran steht im Syrien-Konflikt auf der Seite des Regimes. Syrien ist Teherans engster Verbündeter im Kampf gegen den Erzfeind Israel.

+++ 07:52 US-Botschafter spricht von "ernsthafter Reaktion" +++
Der US-Botschafter in Israel kündigt eine "starke und ernsthafte Reaktion " der USA gegen Syrien an. US-Präsident Obama habe noch nicht entschieden, wie diese Reaktion genau aussehen werde, sagte Daniel Shapiro dem israelischen Rundfunk. Man sei sich jedoch mit den Nato-Bündnispartnern und der Arabischen Liga einig, dass man gegen Syrien vorgehen müsse. "Das syrische Regime hat Chemiewaffen in großem Umfang gegen Zivilisten eingesetzt, gegen Frauen und Kinder, und darauf muss es eine Reaktion geben", sagt Shapiro. "Und in den nächsten Tagen werden wir wissen, wie das genau passiert."

+++ 07:12 Asiatische Handelsplätze beruhigen sich +++
Der Syrien-Konflikt dominiert weiter das Börsengeschehen an den ostasiatischen Handelsplätzen. Allerdings verliert er für Anleger etwas an Schrecken. Während einige wenige Börsen moderat im Minus liegen, überwiegen die positiven Vorzeichen nach den jüngsten Verlusten. Nach einer zweitägigen Abwär tsbewegung sprechen Händler nun von einer Stabilisierung. "In Asien ist der Goldpreis gefallen, der Ölpreis steigt zumindest nicht mehr und in Tokio, Seoul und Hongkong tendieren die Börsen freundlich", sagt ein Händler.

+++ 06:37 "Le Figaro" warnt vor Militärschlag +++
Die konservative Pariser Zeitung "Le Figaro" kommentiert die Lage zu Syrien: "Die Folgen eines Militärschlags gegen Syrien sind jetzt schon abzusehen. Dadurch würde sicherlich das Pulverfass in dieser Region entzündet, in der ein Funke genügt, um den Hass ausbrechen zu lassen. Haben wir von unseren Abenteuern der letzten 15 Jahre denn nichts gelernt? Von Afghanistan über den Irak bis nach Libyen, in all diesen Ländern, wo der Westen angeblich für das Wohl der einheimischen Bevölkerungen aktiv wurde? Diktatoren sind zwar gefallen, doch was haben wir an ihre Stelle gesetzt? In Kabul, Bagdad und in Tripolis herrschen Terror und Islamisten. Im Nahen Osten ist die Gewalt die schlimmste Waffe des Westens. Dadurch bestraft sich der Westen immer selbst."

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Soll sich Deutschland aus dem Syrien-Konflikt heraushalten?

+++ 05:20 Merkel: Syrische Flüchtlinge freundlich aufnehmen +++
Bundeskanzlerin Merkel hat an die Deutschen appelliert, Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien in Deutschland willkommen zu heißen. "Denn jeder weiß, was sie durchgemacht haben", sagte Merkel der "Mittelbayerischen Zeitung". Deutschland werde den Flüchtlingen beistehen, so gut es gehe. Insgesamt hat sich die Bundesregierung zur Aufnahme von 5000 Menschen aus dem Bürgerkriegsland bereiterklärt. Die ersten Charterflugzeuge mit syrischen Flüchtlingen werden Anfang September erwartet.

+++ 03:35 Steinbrück fordert von Merkel mehr Druck auf Russland +++
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück warnt vor einer zu raschen Militärinterv ention in Syrien. Bevor "leichtfüßig einer militärischen Logik gefolgt" werde, müssten sich die Anstrengungen darauf richten, eine gemeinsame Position des UN-Sicherheitsrats "zu scharfen Sanktionsmaßnahmen" gegen Syrien zu finden, sagte er dem "Hamburger Abendblatt". Eine Reaktion des Westens auf die mutmaßlichen Chemiewaffeneinsätze in dem Bürgerkriegsland müsse "genau abgewogen werden". Steinbrück fordert Kanzlerin Merkel auf, sich an Russlands Staatschef Wladimir Putin zu wenden, "um Russland angesichts dieser schweren Völkerrechtsverletzung" umzustimmen.

+++ 02:20 Merkel hält Giftgaseinsatz für "Zäsur" +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hält eine internationale Reaktion auf den Giftgaseinsatz in Syrien für "unabdingbar". Merkel erörterte am Telefon mit dem britischen Premierminister David Cameron über die Lage in Syrien. Beide seien sich einig gewesen: "Dieser Giftgasangriff ist eine Zäsur in dem schon lange andauernden internen Konflikt. Das syrische Regime darf nicht hoffen, diese Art der völkerrechtswidrigen Kriegführung ungestraft fortsetzen zu können", erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert.

+++ 01:20 Internetseite der "New York Times" wieder online +++
Die durch einen Hackerangriff lahmgelegte Internetseite der "New York Times" ist wieder zu sehen. Die Sprecherin der Zeitung, Eileen Murphy, hatte bei dem Angriff von einer "bösartigen Attacke von außen" gesprochen. Auch der Internetdienst Twitter wurde angegriffen. Die "Syrian Electronic Army" (SEA) hatte sich auf ihrem eigenen Twitter-Konto zu den Angriffen bekannt. Die Unterstützer des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad hatten in den vergangenen Monaten bereits zahlreiche Medien angegriffen.

+++ 00:40 Obama wartet noch ab +++
US-Präsident Barack Obama hat nach eigenen Angaben noch nicht über einen Militäreinsatz in Syrien entschieden. "Ich habe noch keine Entscheidung getroffen", sagte er dem Fernsehsender PBS. Zugleich äußerte er, dass die USA zu der Einschätzung gelangt seien, dass die syrische Regierung unter Machthaber Baschar al-Assad für die mutmaßlichen Giftgasangriffe der vergangenen Woche verantwortlich sind. Obama schloss aus, dass sich die USA "direkt" in den syrischen Bürgerkrieg einmischen würden.

Lesen Sie im Liveticker vom Dienstag und Mittwoch nach, was zuvor passierte.

Quelle: n-tv.de, ghö/ppo/dsi/jmü/dpa/AFP

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