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Anwerbungen sind "eine Option" Bundeswehr öffnet sich für EU-Ausländer

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Bundeswehr soll wachsen. Weil es in Deutschland an Fachkräften mangelt erwägt man offenbar, auch EU-Ausländer anzuwerben. Der Wehrbeauftragte des Bundestags spricht von einer "Art Normalität".

Die Bundeswehr prüft einem Medienbericht zufolge, Fachleute aus anderen EU-Staaten zu rekrutieren. Die Anwerbung von EU-Bürgern für spezielle Tätigkeiten sei "eine Option", die geprüft werde, zitieren die Zeitungen der Funke-Mediengruppe den Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn. "Wir reden hier beispielsweise von Ärzten oder IT-Spezialisten", erläuterte der ranghöchste Militär demnach. In Zeiten des Fachkräftemangels müsse die Bundeswehr "in alle Richtungen blicken" und sich um den passenden Nachwuchs bemühen.

Die Bundesregierung hat dem Bericht zufolge bereits die EU-Partner konsultiert. Die meisten Staaten, insbesondere aus Osteuropa, reagierten demnach aber zurückhaltend. Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels, sagte den Funke-Zeitungen, die Rekrutierung von EU-Ausländern sei "eine Art Normalität". In der Truppe gebe es bereits viele Soldaten mit Migrationshintergrund oder Doppelstaatler.

Zwölf Prozent Frauenanteil

Unterdessen nimmt die Zahl der Soldaten bei der Bundeswehr wieder zu. "Wir erreichen am Ende dieses Jahres die Marke von 182.000 Soldatinnen und Soldaten, das sind 2500 mehr Zeit- und Berufssoldaten als noch vor einem Jahr und ein Plus von 6500 gegenüber dem Tiefststand 2016", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen von der CDU der "Rheinischen Post". Mit zwölf Prozent Frauenanteil sei ein neuer Höchststand erreicht.

Wie groß die Bundeswehr noch werden solle, sei "abhängig von der Sicherheitslage und den daraus folgenden Aufgaben für die Truppe", sagte von der Leyen. Die aktuelle mittelfristige Personalplanung sehe vor, dass bis 2025 die Zahl von 203.000 Soldaten erreicht werden solle, darunter viele neue Kräfte etwa für die Cybersicherheit oder Projekte im Rahmen der Europäischen Verteidigungsunion.

Quelle: n-tv.de, ame/dpa/AFP

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