Politik

NATO-Partner schützen Slowakei Bundeswehr schickt Raketen und Soldaten an Ostflanke

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Die Bundeswehr verlegt Patriot-Systeme in die Slowakei.

(Foto: dpa)

Noch vor wenigen Wochen spricht sich die Bevölkerung der Slowakei mehrheitlich gegen die Stationierung ausländischer NATO-Truppen im Land aus. Doch der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine lässt die Stimmung kippen. Nun schickt die Bundeswehr Truppen und Waffen, sie stellt das größte Kontingent.

Die Bundeswehr hat mit einer Verlegung des Flugabwehrraketensystems Patriot in die Slowakei begonnen. Fahrzeuge mit Ausrüstung und Waffensystemen setzten sich aus dem schleswig-holsteinischen Husum in Bewegung. Nach dem Willen der Bundesregierung sollen die Soldaten mit ihrer Stationierung einen Beitrag zum Schutz des an die Ukraine grenzenden NATO-Partners (die Ostflanke des Bündnisses) leisten. Das Patriot-System dient zur Bekämpfung von Flugzeugen, taktischen ballistischen Raketen und Marschflugkörpern.

Das slowakische Parlament hatte am Vorabend mit deutlicher Mehrheit für die Stationierung deutscher und anderer NATO-Truppen gestimmt. Wie das Verteidigungsministerium in Bratislava schon zuvor mitgeteilt hatte, sieht der mit den Bündnispartnern abgesprochene Regierungsplan die Stationierung von 2100 Soldaten vor. Davon soll der mit 700 größte Teil aus Deutschland kommen, weitere 600 werden aus Tschechien, 400 aus den USA, 200 aus den Niederlanden und je 100 aus Polen und Slowenien erwartet.

Noch vor wenigen Wochen hatte sich in Umfragen eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung gegen die Stationierung ausländischer Truppen in der Slowakei ausgesprochen. Deshalb waren zunächst alle Oppositionsparteien und ein Teil der konservativ-populistischen Regierungskoalition gegen die Truppenstationierung. Seit dem russischen Angriff auf das Nachbarland Ukraine ist die Stimmungslage aber radikal gekippt. Eine erste nach Kriegsbeginn durchgeführte Umfrage zeigte eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung für die Truppenstationierung, worauf auch ein Teil der Opposition im Parlament umschwenkte.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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