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Paukenschlag in Düsseldorf CDU-Vorstand NRW kippt Europapolitiker Brok

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Paukenschlag in Düsseldorf

picture alliance/dpa

Seit 1980 sitzt der CDU-Politiker Brok im Europaparlament. Nun könnten seine Tage in Brüssel gezählt sein, denn die Führung der NRW-CDU schickt den 72-Jährigen aufs Altenteil. Bei der Europawahl soll er nicht mehr antreten. Doch noch gibt sich Brok kämpferisch.

Der Landesvorstand der NRW-CDU hat den Europapolitiker Elmar Brok für die nächste Europawahl nicht wieder aufgestellt. Er sei bei einer Landesvorstandssitzung gegen den Vorschlag des NRW-Landesvorsitzenden und Ministerpräsidenten Armin Laschet nicht mehr auf die Liste für die Europawahl gewählt worden, sagte Brok. Die 37 Mitglieder des Landesvorstands hätten mehrheitlich gegen ihn gestimmt. Da Laschet die Kandidatur von Brok unterstützt hatte, dürfte dessen Durchfallen auch als Niederlage für den Ministerpräsidenten gewertet werden.

Noch gibt sich der 72-Jährige allerdings nicht ganz geschlagen: "Ich behalte mir vor, ob ich auf der Landesdelegiertenversammlung kandidiere", sagte er. "Das Votum ist ja nur ein Vorschlag." Einen weiteren Kommentar lehnte er zunächst ab - dafür sei es jetzt so unmittelbar nach der Wahl zu früh.

Brexit-Beauftragter der EVP-Fraktion

Brok aus Verl im Kreis Gütersloh ist seit 1980 im Europaparlament und damit dessen dienstältester Abgeordneter. Er ist derzeit Brexit-Beauftragter der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.

Brok ist eines der wenigen wirklich bekannten Gesichter aus dem Straßburger Parlament. Viele Jahre war der ehemalige Journalist Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten. Seit Jahrzehnten ist er ein gefragter Interviewpartner nicht nur der deutschen, sondern zum Beispiel auch der britischen Medien. Er kommentiert fast jede wichtige Entwicklung in der Europapolitik. Einige seiner Parteifreunde fanden nun aber offenbar, dass es mit über 70 Jahren einmal gut sein sollte.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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