Politik

Dauerstreit mit Folgen CDU hadert mit Wahlpleite der Schwester

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Annegret Kramp-Karrenbauer beklagt den Stil der Auseinandersetzung der vergangenen Tage.

(Foto: dpa)

Dass die CSU bei der Landtagswahl in Bayern massiv an Stimmen verliert, überrascht bei der Schwesterpartei CDU kaum jemanden. Grund für den Absturz sei neben dem Dauerstreit zwischen Berlin und München jedoch auch eine falsche Themensetzung der Wahlkämpfer.

Die CDU sieht die Hauptschuld für das schlechte Abschneiden der CSU bei der Landtagswahl bei der bayerischen Schwesterpartei. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer bezeichnete das Ergebnis als "bitter" und angesichts der Umfragen der vergangenen Wochen als "nicht überraschend". "Dass die Streitigkeiten der vergangenen Monate, insbesondere auch der Tonfall und der Stil, kein Rückenwind für die Wahlen in Bayern waren, steht außer Frage", sagte sie.

Kramp-Karrenbauer sagte weiter: Den Freunden von der CSU sei es nicht gelungen, die gute Bilanz im Land in den Mittelpunkt des Wahlkampfes zu stellen. Das sei für die CDU Ermahnung, nun in den kommenden beiden Wochen die ganze Aufmerksamkeit auf Hessen zu richten, wie die CDU-Generalsekretärin betonte.

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Hinweis: Den Liveticker zur Landtagswahl in Bayern finden Sie hier.

Auch der parlamentarische Geschäftsführer der Union im Bundestag, der CDU-Politiker Michael Grosse-Brömer, sieht die Verantwortung für das Ergebnis auf der Landesebene. "Bei einer Landtagswahl steht in erster Linie die Arbeit der Landesregierung und der Opposition im Land zur Wahl", sagte Grosse-Brömer der ARD. Daher müsse man nun "hinterfragen, wie das Ergebnis da vor Ort zustande gekommen ist".

Allerdings räumte Grosse-Brömer ein, "dass ein gewisser Trend aus Berlin da auch immer eine Rolle spielt". Dies sei "eine Binsenweisheit". Daher werde man sich "sicherlich auch in Berlin über das Ergebnis noch zu unterhalten haben". So führten "Streitigkeiten immer auch zu Vertrauensverlusten", spielte er auf die wiederholten Auseinandersetzungen in der Großen Koalition im Bund an, die sich auch zwischen CDU und CSU entwickelt hatten.

Bei der Landtagswahl in Bayern verlor die CSU ersten Hochrechnungen zufolge ihre bisherige absolute Mehrheit und stürzte um mehr als zwölf Prozentpunkte auf nur noch rund 35 Prozent ab. Unter der Führung von CSU-Chef Horst Seehofer erreicht die kleinere der beiden Unionsschwestern damit ihr schlechtestes Wahlergebnis seit 1950.

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Quelle: n-tv.de, jog/dpa/AFP

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