Politik

Schutz für Risikogruppen CDU will FFP2-Masken auf Rezept ausgeben

imago99021723h.jpg

Weil es derzeit schwer ist, an FFP2- und FFP3-Masken ranzukommen, helfen sich viele Menschen mit alternativen Masken.

(Foto: imago images/Hans Lucas)

Um eine Ansteckung mit dem Coronavirus für einzelne Risikogruppen zu vermeiden, sollen künftig FFP2- und FFP3-Masken auf Rezept ausgegeben werden, fordern CDU und CSU. Diese schützen auch den Träger vor einer Ansteckung. Sie sollen aber nicht nur in der Pandemie zum Einsatz kommen.

Gesundheitspolitiker von CDU und CSU plädieren für Atemschutzmasken auf Rezept für besonders gefährdete Risikogruppen in der Corona-Krise. Dadurch könne eine "ethisch nicht zu rechtfertigende Kontaktbeschränkung für einzelne Bevölkerungsgruppen" vermieden werden, heißt es in einem Papier der Arbeitsgruppe Gesundheit der Unionsfraktion im Bundestag.

Es solle geprüft werden, wie ein solches Konzept zur ärztlichen Verordnung von sogenannten FFP2- und FFP3-Masken "schnellstmöglich umgesetzt" werden könne. Diese Masken können im Gegensatz zum einfachen Mund-Nasen-Schutz die Träger vor einer Ansteckung schützen. Die Masken sollen dem Vorschlag zufolge nicht nur im Rahmen einer Pandemie, sondern auch bei saisonalen Belastungen wie etwa einer Grippewelle verordnet werden können.

Die Versorgung mit persönlicher Schutzausrüstung für Ärzte und Pflegeberufe solle aber weiterhin Vorrang haben. Zudem müssten zuerst durch den Gemeinsamen Bundesausschuss, das höchste Gremium der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen, die Hochrisikogruppen definiert werden.

Quelle: ntv.de, vmi/dpa