Politik

Schlechtestes Ergebnis seit 1949 CSU kassiert von Wählern herben Dämpfer

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"Es gibt keinen schwierigeren Tag als den Wahltag", hatte Söder nach sein Stimmabgabe gesagt.

(Foto: dpa)

In Bayern setzt sich der negative Wahltrend bei der CSU fort. Nach Auszählung aller Stimmen fährt die Partei um Markus Söder ein historisch schlechtes Ergebnis ein. Dazu droht weiterer Ärger mit dem aktuellen Koalitionspartner.

Die CSU unter Parteichef Markus Söder ist auf ihr schlechtestes Bundestagswahlergebnis seit 1949 abgestürzt. Nach Auszählung aller 46 Wahlkreise in Bayern erreichte die CSU laut Internetseite des Landeswahlleiters nur noch 31,7 Prozent. Das bedeutet ein Minus von rund sieben Prozentpunkten im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 (38,8 Prozent).

In der Partei löste das mutmaßlich schlechteste Abschneiden der Partei bei Bundestagswahlen seit mehreren Jahrzehnten Enttäuschung aus. "Was das CSU-Ergebnis betrifft, so sind das natürlich Zahlen, die können in absoluter Höhe nicht zufriedenstellen", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume im Bayerischen Fernsehen.

Schlechter abgeschnitten als bei dieser Wahl hatte die Partei lediglich bei der allerersten Bundestagswahl 1949. Blume betonte jedoch, dass manche Umfrage im Vorfeld nun "eines Besseren belehrt" worden sei. Ein Linksrutsch in Deutschland habe "in diesem Ausmaß" nicht stattgefunden.

Die SPD verbesserte in Bayern mit 18,0 Prozent ihr Ergebnis (2017: 15,3 Prozent). Auf dem dritten Platz landeten die Grünen mit 14,1 Prozent (9,8), dahinter die FDP mit 10,5 (10,2), die AfD mit 9,0 (12,4), die Freien Wähler mit 7,5 (2,7) und die Linke mit 2,8 (6,1).

Um den Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger gab es kurz vor Schließung der Wahllokale einen Eklat, nachdem er Ergebnisse für seine Partei aus Prognosen für die Bundestagswahl auf Twitter veröffentlicht hatte. Dieses Vorgehen sei zutiefst undemokratisch und müsse Konsequenzen haben, schrieb der CSU-Generalsekretär Blume über den Koalitionspartner seiner Partei in Bayern.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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