Gedenken für 9/11-OpferCharles und Camilla statten New York bewegenden Besuch ab

Der viertägige Staatsbesuch des britischen Königs Charles und seiner Frau Camilla in den USA kann als Versuch gewertet werden, die Verstimmungen zwischen beiden Ländern zu glätten. Nach dem Staatsbankett im Weißen Haus und der Rede im Kongress besucht das Königspaar eine besondere Gedenkstätte.
König Charles III. und Königin Camilla sind am dritten Tag ihrer USA-Reise in New York angekommen und haben dort einen ihrer bewegendsten Termine des Staatsbesuchs absolviert. Das britische Königspaar besuchte erstmals das 9/11 Memorial im Süden Manhattans, berichteten US-Medien. Anlass war unter anderem der bevorstehende 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001.
Begleitet wurde das Paar vom ehemaligen New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg. Gemeinsam legten Charles und Camilla vor Ort Blumensträuße nieder. Die Geste galt den fast 3000 Menschen, die bei den Anschlägen ums Leben kamen, sowie den Opfern des Bombenanschlags auf das World Trade Center im Jahr 1993. Auch der neue New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani kam kurz hinzu.
"Wir gedenken all jener, die am 11. September 2001 auf so tragische Weise ihr Leben verloren haben, und stehen angesichts dieses schweren Verlusts in unerschütterlicher Solidarität mit dem amerikanischen Volk", hieß es auf einer handschriftlichen Karte, die dem Blumenstrauß beigefügt und von den Majestäten unterschrieben war.
Begegnungen mit Hinterbliebenen
Im Anschluss an die stille Zeremonie nahmen sich der König und die Königin Zeit für persönliche Gespräche. Sie trafen Angehörige von Opfern, Rettungskräfte, die nach den Anschlägen im Einsatz waren, sowie derzeit im Dienst stehende Einsatzkräfte. Auch Vertreter von Hilfsorganisationen, die Hinterbliebene unterstützen, traf das Königspaar laut "People".
Den Abschluss des New-York-Aufenthalts wird ein Empfang zu Ehren des King's Trust bilden. Die von Charles gegründete Wohltätigkeitsorganisation unterstützt junge Menschen dabei, einen Job zu finden oder ein eigenes Unternehmen zu gründen. Die Stiftung gehört zu den Herzensprojekten des Monarchen und ist auch international aktiv.
Charles beschwört den Zusammenhalt
Der Besuch in New York ist die zweite Station der viertägigen Reise der Royals. Anlass ist der bevorstehende 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten. Zuvor hatten Charles und Camilla zwei Tage in Washington, D.C., verbracht. König Charles hatte als erst zweiter britischer Monarch eine Ansprache vor einer gemeinsamen Sitzung beider US-Kongresskammern gehalten.
Am Dienstagabend empfingen US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump das britische Königspaar zu einem Staatsbankett im Weißen Haus. In seiner Rede vor dem Kongress hatte Charles die Freundschaft zwischen Großbritannien und den USA beschworen und die USA zum Zusammenhalt mit ihren westlichen Verbündeten aufgerufen.
Im Anschluss an New York folgt ein Aufenthalt in Virginia, wo das Königspaar an einer "Block Party" zum 250. Geburtstag der USA teilnehmen wird. Nach dem Ende ihrer USA-Reise geht es für Charles und Camilla nach Bermuda - es ist der erste Besuch des Königs in einem britischen Überseegebiet seit Beginn seiner Regentschaft.