Politik

Pussy-Riot-Unterstützer festgenommen "Chili Peppers" ärgern Putin

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Anthony Kiedis

(Foto: AP IMAGES FOR FUSE)

Die inhaftierten Musikerinnen von der Punkband "Pussy Riot" bekommen politische Unterstützung von US-Stars aus ihrer Branche. Der Sänger der "Red Hot Chili Peppers" taucht bei einem Konzert in Moskau mit einem T-Shirt auf der Bühne auf, auf dem der Name der Band zu lesen ist. Vor einer Anhörung nimmt die Polizei zwei Unterstützer fest.

Kurz vor einer Gerichtsanhörung im Fall der regierungskritischen russischen Frauen-Punkband Pussy Riot sind zwei Unterstützer der Band festgenommen worden. Gemeinsam mit etwa 20 anderen hatten sie sich vor dem Gericht in Moskau versammelt. Dutzende Polizisten waren vor dem Gebäude im Einsatz, die Straße wurde mit Metallgittern abgesperrt. Das Gericht legte fest, dass der eigentliche Prozess am 30. Juli beginnt.

Der Sänger der US-Rockband Red Hot Chili Peppers, Anthony Kiedis, hat bei einem Konzert in Moskau seine Unterstützung für die Kolleginnen demonstriert. Kiedis habe bei dem Auftritt seiner Band im Luschniki-Stadion in der russischen Hauptstadt ein T-Shirt mit dem Aufdruck Pussy Riot getragen, hieß es auf der Nachrichtenseite www.gazeta.ru. Auch mehrere Botschaften im Internet-Kurznachrichtendienst Twitter wiesen darauf hin.

Die russische Frauen-Punkband "Schöne Mädchen" bleiben in Haft hatte im Februar in einer Moskauer Kathedrale ein "Punk-Gebet" gegen Wladimir Putin gesungen, der damals noch als Ministerpräsident vor seiner dritten Amtszeit als Staatschef stand. Die drei seit März inhaftierten Sängerinnen müssen noch bis Januar 2013 in Untersuchungshaft bleiben. Der 22-jährigen Nadeschda Tolokonnikowa, der 29 Jahre alten Jekaterina Samuzewitsch und der 24-jährigen Marina Alechina wird "Rowdytum" vorgeworfen, das in Russland mit bis zu sieben Jahren Haft bestraft werden kann.

Das Vorgehen gegen die Punkband ist nur ein Beispiel dafür, dass Putin seit seinem Wiederantritt als Präsident scharf gegen seine Kritiker vorgeht. Vor Kurzem war ein Putin setzt Agentengesetz in Kraft in Kraft getreten, das ausländische Nichtregierungsorganisationen unter eine strenge Überwachung stellt.

Quelle: n-tv.de, che/AFP

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