Politik

Einsatz gegen US-Luftwaffe?China entwickelt bedrohliche neue Waffe

26.08.2026, 09:35 Uhr
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Chinesische Interkontinentalraketen vom Typ DF-41. (Foto: REUTERS)

Die Streitkräfte der Volksrepublik China können offenbar auf eine neu entwickelte Waffe zurückgreifen. Dabei handelt es sich um einen Hyperschall-Sprengkopf, der besonders für einen Staat gefährlich werden könnte.

Das chinesische Militär verfügt offenbar über einen neuen Typ Hyperschall-Sprengkopf mit bisher nicht bekannten Fähigkeiten. Peking habe einen neuen und manövrierbaren Luft-zu-Luft-Sprengkopf entwickelt, berichtet Bloomberg. Die Waffe sei in der Lage dazu, Abfangversuchen auszuweichen, und könne Luftziele in mehreren tausend Kilometern Entfernung treffen.

Von chinesischer Seite wird die neue Waffe als Hyperschall-Gleitkörper (HGV) bezeichnet. Der Sprengkörper wird an der Spitze einer ballistischen Rakete in die obere Atmosphäre gefeuert. Dort löst sich der Gleitkörper und bewegt sich anschließend mit fünffacher Schallgeschwindigkeit auf das anvisierte Ziel zu. Besonders macht den Sprengkopf, dass dieser auf seinem Weg scharfe unvorhersehbare Manöver durchführt, um möglichen Abfangraketen auszuweichen.

Dem Bericht zufolge verfügt bisher nur Peking über eine Waffe dieser Art. Bei Verwendung des Sprengkopfs mit einer chinesischen Mittelstreckenrakete vom Typ DF-17 könnte dieser Ziele in rund 2500 Kilometern Entfernung erreichen. Bei Einsatz mit der weitreichenderen ballistischen Rakete vom Typ DF-27 wären sogar Ziele in 8000 Kilometern Entfernung anpeilbar. Die Interkontinentalrakete DF-41 hat sogar eine Reichweite von bis zu 15.000 Kilometern.

Waffe könnte gegen US-Flugzeuge eingesetzt werden

Die chinesische Entwicklung könnte speziell bei einem Konflikt um die Insel Taiwan der US-Luftwaffe gefährlich werden. Mit der neuen Waffe könnte das chinesische Militär fliegende US-Kommandoposten oder Tankflugzeuge ins Visier nehmen, die mitunter weit hinter dem Gefechtsfeld aktiv sind. Je nach Raketentyp wären Ziele bis nahe der US-Stützpunkte Guam oder Hawaii erreichbar.

In einem Bericht des China Aerospace Studies Institute der US-Luftwaffe hieß es in diesem Jahr - ohne dass Einzelheiten genannt wurden -, dass Chinas Bemühungen zur Modernisierung seines Raketenarsenals "zunehmend den Schwerpunkt auf die Fähigkeit legen, koordinierte Schäden auf Systemebene in der gesamten operativen Architektur eines Gegners zu verursachen".

Das Pentagon schätzt, dass China über mindestens 3150 ballistische Raketen verschiedener Typen verfügt. Darüber hinaus stehen der Volksbefreiungsarmee wohl auch mindestens 300 bodengestützte Marschflugkörper zur Verfügung.

Quelle: ntv.de, lme

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