Politik

Unterstützt Moskau Demokratin? Clinton wirft Kandidatin Russland-Nähe vor

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Auf Twitter konterte Gabbard die Anschuldigungen Clintons.

(Foto: REUTERS)

Hillary Clinton sorgt für Wirbel im US-Wahlkampf: Laut der Ex-Außenministerin wird eine demokratische Präsidentschaftskandidatin von Russland unterstützt, um Trump eine zweite Amtszeit zu ermöglichen. Die Beschuldigte wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Die ehemalige demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat vor einer von Russland unterstützten dritten Kandidatin aus dem Lager der Opposition bei der US-Wahl im kommenden Jahr gewarnt. Russland habe eine Politikerin "im Auge, die derzeit an der demokratischen Vorwahl teilnimmt", sagte Clinton im Podcast "Campaign HQ". "Sie bauen sie auf, um die dritte Kandidatin zu sein." Einen Namen nannte Clinton nicht.

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"Sie ist die Favoritin der Russen", sagte die Ex-US-Außenministerin, die 2016 bei der Präsidentschaftswahl gegen den heutigen Staatschef Donald Trump unterlag. Die verdächtigte Politikerin erhalte im Internet massive Unterstützung. Ziel sei es, dem Kandidaten der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr entscheidende Stimmen abzujagen und so Trump eine zweite Amtszeit zu ermöglichen.

Beobachter gehen davon aus, dass Clintons Äußerungen auf die hawaiianische Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard zutreffen. Keine der anderen Frauen, die sich um die demokratische Kandidatur bewerben, wird so nah mit Moskau in Verbindung gebracht wie Gabbard. US-Medien hatten unter anderem berichtet, dass mit Russland verbundene Seiten im Internet den Wahlkampfbeginn Gabbards gefeiert und ihre Politik verteidigt hatten.

Auf Twitter äußerte sich Gabbard zu den Vorwürfen und attackierte die ehemalige First Lady. Clinton sei "eine Kriegstreiberin" und die "Verkörperung der Korruption" innerhalb der Demokratischen Partei, schrieb die 38-Jährige. "Von dem Tag an, an dem ich meine Kandidatur angekündigt habe, gab es eine Kampagne, um meinen Ruf zu zerstören. Wir haben uns gefragt, wer dahinter steckt. Jetzt wissen wir es, das waren immer Sie."

Die parteiinternen Vorwahlen, bei denen die Demokraten ihren Kandidaten für die Präsidentenwahl im November festlegen, beginnen im Februar und Enden im Juni. Die nächste TV-Debatte, in der sich die Kandidaten vorstellen, findet am 20. November statt.

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Quelle: n-tv.de, jpe/AFP

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