Politik

Unterstützung für Trump Clintons Ex-Geliebte kommt zu TV-Debatte

8654c64248b5b509d22ca79de19e8ece.jpg

Aufbauarbeiten für die TV-Debatte der Präsidentschaftskandidaten.

(Foto: REUTERS)

Beim TV-Duell steht für die beiden US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump viel auf dem Spiel. Nun kündigt die Ex-Geliebte von Bill Clinton an, zur Debatte zu kommen. Doch auch Clinton hat ein Ass im Ärmel.

Die ehemalige Geliebte von Bill Clinton, Gennifer Flowers, will zur Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton kommen. Das ehemalige Model verkündete auf Twitter: "Hi Donald. Du weißt, dass ich in Deiner Ecke bin und definitiv bei der Debatte dabei sein werde."

*Datenschutz

Schon zuvor hatte Trump gedroht, Flowers zur Fernsehdebatte am Montag mitzubringen. Der Immobilienmogul reagierte damit auf eine Mitteilung des milliardenschweren Geschäftsmannes Mark Cuban, nach der er beim TV-Duell in der ersten Reihe sitzen werde. Cuban ist ein lautstarker Trump-Gegner und fester Clinton-Unterstützer.

Wenn Cuban in der ersten Reihe sitzen wolle, dann werde er vielleicht Gennifer Flowers direkt neben ihn setzen, twitterte Trump. Trumps Wahlkampfmanagerin Kelly Anne Conway sagte inzwischen allerdings dem Sender CNN, es gebe keine "förmliche" Einladung an Flowers. "Ich erwarte nicht, dass sie als Gast der Trump-Kampagne dort ist."

Flowers hatte während Bill Clintons Präsidentschaftswahlkampf 1992 über eine langjährige Affäre mit dem Demokraten berichtet. Clinton hatte das zunächst bestritten. Dann räumte er 1998 unter Eid aber eine frühere sexuelle Beziehung mit ihr ein, bestritt allerdings Einzelheiten von Flowers' Darstellung.

Debatten können Wahlen entscheiden

Das TV-Duell - das erste von insgesamt drei zwischen den beiden Kandidaten - wird um 21 Uhr Ortszeit am Montagabend starten. Dabei steht für die beiden US-Präsidentschaftskandidaten viel auf dem Spiel. Clinton und Trump liegen in den Umfragen eng beieinander, mehr als ein Fünftel der Wähler ist noch unentschlossen, und die Einschaltquoten am Montagabend dürften Rekordmarken erreichen wie sonst nur beim Endspiel im American Football. In den 90 Minuten - frei von Werbeunterbrechungen - darf sich keiner der beiden eine Schwäche leisten: Denn in der US-Geschichte haben Fernsehdebatten mehrfach den Verlauf eines Wahlkampfs maßgeblich verändert.

Das Fernseh-Duell ist dieses Mal zu einem kritischen Zeitpunkt. Die bislang in Umfragen führende Clinton hat einen großen Teil ihres Vorsprungs eingebüßt. In der jüngsten Reuters/Ipsos-Erhebung erhielt die ehemalige Außenministerin 41 Prozent, der Geschäftsmann Trump 37 Prozent. Der Republikaner befindet sich tendenziell im Aufwind: Am Freitag bekannte sich überraschend noch einer seiner ärgsten Rivalen aus den Vorwahlen, der Erzkonservative Ted Cruz, zu ihm. Clintons jüngster Schwächeanfall und die anhaltende Debatte über ihren Umgang mit vertraulichen E-Mails lassen die 68-Jährige in der Defensive erscheinen.

Die TV-Debatten sind eine seltene Gelegenheit, die Kandidaten außerhalb der üblichen streng kontrollierten und durchchoreografierten Auftritte zu sehen. Genau dies mache die Debatten so spannend - "das Gefühl der Gefahr, die Ungewissheit des Ausgangs", sagt der Medienexperte Alan Schroeder. Dazu komme in diesem Jahr das völlig unvorhersehbare Verhalten von Trump, das nach Debatten im Vorwahlkampf oft sogar zu den Stärken des 70-Jährigen gezählt wird.

Quelle: n-tv.de, ghö/dpa/rts

Mehr zum Thema