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Freitag, 13. April 2018

Buch des entlassenen FBI-Chefs: Comey vergleicht Trump mit "Mafiaboss"

Elf Monate nachdem Trump FBI-Chef Comey entlassen hat, rechnet dieser in einem neuen Buch mit dem US-Präsidenten ab. Trump lebe in einem "Kokon einer alternativen Realität" und wecke bei ihm Erinnerungen an die Mafia.

Ex-FBI-Chef James Comey vergleicht US-Präsident Donald Trump in einem neuen Buch mit einem Mafiaboss. Trump fordere absolute Loyalität, sehe die ganze Welt gegen sich und lüge in jeder Hinsicht, schreibt Comey laut Medienberichten in seinem neuen Buch "A higher Loyalty: Truth, Lies and Leadership", das am Dienstag in den Handel kommen soll.

Trump lebe in einem "Kokon einer alternativen Realität", in den er die Menschen in seinem Umfeld hineinziehen wolle, zitiert die "Washington Post" aus dem Buch. Treffen mit Trump hätten Comey an seine "frühere Karriere als Strafverfolger gegen die Mafia" erinnert. 

"Dieser Präsident ist skrupellos und nicht an die Wahrheit und institutionelle Werte gebunden", schreibt Comey laut "New York Times". Sein Führungsstil sei "transaktionsbezogen, vom Ego und persönlicher Loyalität gesteuert".

Der britische "Guardian" berichtet von einem Treffen im Weißen Haus, bei dem im Februar 2017 neben Comey auch der damalige Stabschef Reince Priebus anwesend war, dass Trump niemals aufgehört habe, zu reden und auf diese Weise alle Anwesenden in einen schweigenden Zirkel der Zustimmung hineingezogen habe.

Trump hatte Comey im Mai vergangenen Jahres überraschend gefeuert. Der Präsident begründete den Rauswurf damals unter anderem mit den FBI-Ermittlungen zur Russland-Affäre - also zu möglichen illegalen Kontakten des Trump-Teams nach Moskau in der Zeit vor Amtsantritt des Präsidenten.

Im Weißen Haus und in der republikanischen Partei hat Comeys Buch Sorge vor dem möglichen Schaden ausgelöst, den dieses für Trumps Präsidentschaft bedeuten könnte.

Quelle: n-tv.de