Politik

Auch Bundeswehr nutzt FliegerDänemark will U-Boot-Jäger aus den USA kaufen

07.07.2026, 18:34 Uhr
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Boeing P-8A Poseidon ist bewaffnet mit Wasserbomben und Torpedos. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Kopenhagen investiert in die Überwachung der Arktis und des Nordatlantiks. Das Land will zwei P-8A Poseidon Seeaufklärer von Boeing erwerben. Bei der Wahl der Maschine orientiert man sich auch an der Bundeswehr.

Dänemark will vorerst zwei Flugzeuge aus den USA kaufen, um die Arktis und den Nordatlantik besser überwachen zu können. Bei den Maschinen handle es sich um die P-8A Poseidon des Flugzeugbauers Boeing, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Flugzeuge seien besonders gut geeignet, um große Seegebiete zu überwachen und feindliche U-Boote aufzuspüren. Sie basieren auf der Passagiermaschine Boeing 737-800. 

Das Ministerium betonte die Rolle, die die Flugzeuge bei der Verteidigung Grönlands spielen können. "Mit den neuen Seefernaufklärern wird Dänemarks Fähigkeit zur Wahrung seiner Souveränität und zur Überwachung der Region erheblich ausgebaut", sagte der dänische Verteidigungsminister Jeppe Bruus laut Mitteilung. "Darüber hinaus ist die Beschaffung ein klares Signal, dass wir unsere gemeinsame Aufgabe innerhalb der Nato ernst nehmen."

Zuvor hatte zeitweise zur Diskussion gestanden, zu dem Zweck vergleichbare Flugzeuge aus Norwegen anzumieten oder schwedische Aufklärungsflieger zu kaufen. Dass die Wahl nun stattdessen auf die US-Flugzeuge fiel, begründete Dänemark auch damit, dass mehrere Nato-Partner - darunter auch Deutschland - auf die U-Boot-Jäger von Boeing setzen. Das Land prüft in Bezug auf die Flugzeuge eine Zusammenarbeit mit Verbündeten.

Die P-8A Poseidon ist knapp 40 Meter lang und verfügt über eine Spannweite von etwa 38 Metern. Die Maschine ist dazu konzipiert, große Seegebiete zu überwachen, U-Boote aufzuklären, zu verfolgen und wenn nötig zu bekämpfen. Ausgestattet ist der Flieger mit modernster Sensortechnik, bewaffnet unter anderem mit Wasserbomben und Torpedos.

US-Präsident Donald Trump hatte in der Vergangenheit immer wieder seine Absicht betont, Grönland unter seine Kontrolle zu bringen und an der Fähigkeit Dänemarks gezweifelt, die Arktisinsel gegen Feinde verteidigen zu können. Grönland ist weitgehend autonom, gehört aber zum dänischen Königreich.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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