Politik

US-Präsidentschaftswahl 2020 Demokrat O'Rourke steigt aus Rennen aus

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Beto O'Rourke ist vorerst kein Hoffnungsträger mehr.

(Foto: REUTERS)

Noch nie haben sich so viele Demokraten für eine Präsidentschaftskandidatur beworben. Der Texaner Beto O'Rourke steigt nun aus - er hat nicht mehr genug Geld. "Ja verdammt", jubelt die Waffenlobbyorganisation NRA.

Der Demokrat Beto O'Rourke aus Texas steigt aus dem Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur aus. "Auch wenn es schwer zu akzeptieren ist, ist mir klar, dass diese Kampagne nicht die Mittel zur Verfügung hat, um erfolgreich weiterzukommen", teilte O'Rourke auf der Website "Medium" mit. Die Umfragewerte des 47-Jährigen hatten in den vergangenen Monaten stagniert, das Eintreiben von Spendengeldern wurde schwieriger.

O'Rourke präsentierte sich als gemäßigter Kandidat, konnte aber in den bisherigen TV-Debatten nicht herausstechen. Er fordert unter anderem eine Verschärfung des Waffenrechts. "Ja verdammt, Beto scheitert", teilte die Lobbyorganisation National Rifle Association nach seinem Rückzug hämisch mit. "Das sind schon zwei gescheiterte Wahlkämpfe in einem Jahr. Die Lehre daraus: Für sich zu werben, indem man Amerikanern ihre Waffen wegnehmen möchte, ist nie eine gute Idee", schrieb sie bei Instagram.

Der ehemalige Kongressabgeordnete galt im vergangenen Jahr noch als Hoffnungsträger der Demokraten, als er in der Republikaner-Bastion Texas nur knapp im Rennen um einen Senatssitz in Washington unterlag. O'Rourke war es gelungen, eine enthusiastische Graswurzelkampagne zu mobilisieren und eine beachtliche Spendensumme einzusammeln.

Mitte März hatte er seine Ambitionen auf das Präsidentenamt bekannt gegeben. Er reihte sich allerdings ein in ein breites Bewerberfeld bei den Demokraten und spielte zuletzt nur noch eine marginale Rolle. Nach dem Ausscheiden O'Rourkes bewerben sich noch 17 Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur. Sie wollen im November 2020 gegen Amtsinhaber Donald Trump antreten.

Quelle: ntv.de, rpe/AFP