Politik

Einsatz in Katastrophenfällen Deutsch-französische Polizeitruppe gestartet

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"Ein Reservoir an Fachwissen und Kompetenz", nennt Seehofer die neue Truppe.

(Foto: imago/Ralph Peters)

Sollte es im deutsch-französischen Grenzgebiet zu Ausnahmesituationen durch Terrorgefahr oder schwere Unglücke kommen, soll eine neue Spezialeinheit Unterstützung leisten. Die 20 Mann starke Truppe soll das Fachwissen und Kompetenz beider Länder vereinen.

Die deutsche Bundespolizei und die französische Gendarmerie nationale arbeiten ab sofort in einer gemeinsamen Einsatzeinheit zusammen. Bundesinnenminister Horst Seehofer und sein französischer Amtskollege Christophe Castaner unterschrieben am Rande des deutsch-französischen Ministerrates in Toulouse eine entsprechende Vereinbarung.

Seehofer nannte die Gruppe in einer Mitteilung "ein Reservoir an Fachwissen und Kompetenz, auf die sich unsere Bevölkerung verlassen kann". Die Einheit soll bei Katastrophen, schweren Unglücken und Großereignissen im Grenzbereich die nationalen Polizeien unterstützen. Die beiden Staaten hatten sich bereits 2017 auf die Gründung der Gruppe verständigt. Je zehn Polizisten beider Länder wurden gemeinsam dafür ausgebildet und bilden nun die erste Besetzung der Gruppe.

Zusammen auf einer Wache sitzen sie aber nicht: Es handelt sich um eine sogenannte virtuelle Einheit, die anlassbezogen zusammengezogen wird. Benannt ist die Einheit nach dem französischen Polizisten Daniel Nivel, der bei der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich durch deutsche Hooligans schwer verletzt worden war.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa

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