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Norwegen sichert Nordflanke Deutsche Marine kooperiert bei U-Boot-Bau

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Für den Bau der U-Boote in der Kieler Werft "Thyssen Krupp Marine Systems" hat Norwegen mehr als 4 Milliarden Euro eingeplant.

(Foto: dpa)

Deutschland und Norwegen arbeiten bei ihren neuen U-Booten intensiv zusammen - bis hin zu gemeinsamen Besatzungen. Insgesamt sechs neue Schiffe werden die Länder bei einer Kieler Werft bestellen. Damit soll die Nordflanke gesichert werden.

Mit einer Kooperation beim Bau von U-Booten gehen Deutschland und Norwegen nach Ansicht von Marineinspekteur Andreas Krause neue Wege. "Damit übernehmen wir eine europäische Vorreiterrolle", sagte Krause. Neben dem Bau gehe es um gemeinsame Beschaffung von Ersatzteilen und Logistik, um Versorgungs- und Instandhaltungs-Infrastruktur. "Wir können Besatzungen gemeinsam ausbilden und - wenn wir wollen - die U-Boote mit gemeinsamen Besatzungen betreiben."

Norwegen wird laut der Anfang Dezember unterzeichneten Vereinbarung vier und Deutschland zwei U-Boote bestellen. Die Auslieferung der deutschen U-Boote sei für 2027 beziehungsweise 2030 angedacht. Ausgangspunkt sei der norwegische U-Boot-Bedarf gewesen, erklärte Krause. Im Sommer 2016 sei entschieden worden, sie in Deutschland zu beschaffen. Beide Länder hätten sich dann zusammengesetzt und beraten, welche Fähigkeiten diese U-Boote haben müssen. "Auf Grundlage der Ergebnisse haben wir entschieden, total identische U-Boote zu beschaffen", sagte der Marineinspekteur. Sie werden auf der Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems gebaut. "Noch sind wir aber in der Definitionsphase", so Krause. Die entsprechenden Verträge seien noch nicht unterschrieben, auch eine genaue Kostenplanung liege nicht vor.

Früheren Angaben zufolge liegt das norwegische Budget bei rund 4,33 Milliarden Euro. Mit der Kooperation mache die Deutsche Marine deutlich, wie wichtig ihr die Sicherheit im Bereich der Nordflanke sei, sagte Krause. Darunter versteht der Inspekteur den Bereich Ostsee, Nordsee und Nordatlantik.

Quelle: n-tv.de, rpe/dpa

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