Politik

Lieferung von "Leopard"-Panzern Deutscher Ringtausch mit Slowakei kommt ins Rollen

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Die Slowakei hat bereits ein S-300-Luftabwehrsystem, Militärhubschrauber, Haubitzen und Raketenwerfer an die Ukraine geliefert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Ukraine soll aus der Slowakei Panzer sowjetischer Bauart erhalten - dafür bekommt die Slowakei deutsche Kampfpanzer des Typs "Leopard 2A4". In den Ringtausch kommt nun Bewegung, die Rahmenbedingungen werden abgesteckt. Noch in diesem Jahr will Deutschland liefern.

Deutschland kommt beim Ringtausch mit der Slowakei für weitere Waffenlieferungen an die Ukraine voran. Im Gegenzug für eine schnellstmögliche Lieferung von 30 Schützenpanzern aus Sowjetzeiten an die Ukraine soll die Slowakei 15 deutsche Kampfpanzer "Leopard 2 A4" aus Beständen der Rüstungsindustrie erhalten, ergänzt um ein Munitions-, Ausbildungs- und Logistikpaket, wie das Bundesverteidigungsministerium mitteilte.

Beide Seiten hätten dazu in Bratislava eine Absichtserklärung unterzeichnet, mit der auch die militärische Zusammenarbeit zwischen NATO-Partnern gestärkt werde. Der erste "Leopard"-Panzer soll noch in diesem Jahr an das slowakische Heer gehen.

Der Ringtausch für eine Lieferung von Waffensystemen, mit denen sich die Soldaten in der Ukraine bereits auskennen und die unverzüglich bei der Verteidigung des Landes gegen Russland eingesetzt werden könnten, habe sich bewährt, erklärte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht. Er sei ein sinnvoller Weg, um den Überlebenskampf der Ukraine schnell und effektiv zu unterstützen.

"Mit der Lieferung des 'Leopard'-Pakets steht Deutschland zu seinem Wort", sagte Lambrecht, die wegen einer Corona-Infektion bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung in der slowakischen Hauptstadt von Rüstungsstaatssekretär Benedikt Zimmer vertreten wurde. Zuletzt hatte es bei den Ringtauschplänen mit osteuropäischen Ländern gehakt. Die Slowakei hat bereits ein S-300-Luftabwehrsystem, Militärhubschrauber, Haubitzen und Raketenwerfer an die Ukraine geliefert.

Quelle: ntv.de, mst/rts

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