Politik

"Er ist ein Feigling" Dick Cheney nennt Trump größte Bedrohung für USA

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Dick Cheney unterstützt die Bestrebungen seiner Tochter Liz, Abgeordnete im Repräsentantenhaus zu bleiben.

(Foto: AP)

Seine Tochter klärt vehement die Geschehnisse rund um den Kapitolsturm auf. Ihre Gegnerschaft zum abgewählten Präsidenten Trump bringt der Republikanerin Liz Cheney Feinde in der eigenen Partei ein. Ihr Vater Dick mischt sich nun in den Wahlkampf ein - und findet deutliche Worte.

Der frühere US-Vizepräsident Dick Cheney rechnet in einem Wahlwerbespot für seine Tochter Liz Cheney scharf mit Ex-Präsident Donald Trump ab: "In der 246-jährigen Geschichte unserer Nation hat es noch nie eine Person gegeben, die eine größere Bedrohung für unsere Republik darstellt als Donald Trump", sagte der Republikaner in dem einminütigen Video. "Er hat versucht, die letzte Wahl mit Lügen und Gewalt zu stehlen, um sich an der Macht zu halten, nachdem die Wähler ihn abgelehnt hatten. Er ist ein Feigling. Ein echter Mann würde seine Unterstützer nicht anlügen." Trump und die meisten anderen Republikaner wüssten, dass er die Wahl verloren habe.

Die Kongressabgeordnete Liz Cheney ist eine der profiliertesten Trump-Kritikerinnen bei den Republikanern. Bei den Vorwahlen in ihrem Bundesstaat Wyoming am 16. August läuft sie deshalb Gefahr, von ihrer Partei nicht mehr für die Kongresswahl im November nominiert zu werden. Trump hat zur Wahl einer Konkurrentin aufgerufen.

Liz Cheney ist Vizevorsitzende des Untersuchungsausschusses zum Angriff auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021. Trump-Unterstützer wollten an diesem Tag nach einer aufrührerischen Rede des damaligen Präsidenten verhindern, dass der Kongress offiziell den Demokraten Joe Biden zum Sieger der Wahl vom November 2020 erklärt. Trump hält bis heute an der längst widerlegten Behauptung fest, er sei durch Betrug um den Sieg gebracht worden.

Dick Cheney sagte in dem Video, seine Tochter werde sicherstellen, "dass Donald Trump nie wieder in das Oval Office einzieht". Liz Cheney sagte dem Sender CNN am Donnerstagabend, Trump habe sich "der schwersten Pflichtverletzung eines Präsidenten in der Geschichte unseres Landes" schuldig gemacht. Der heute 81-jährige Cheney war 2001 bis 2009 die hoch umstrittene Nummer zwei unter US-Präsident George W. Bush. Er galt als Hardliner und eine der zentralen Figuren hinter der US-Invasion im Irak 2003.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa

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