Politik

Claudia Roth im "ntv Frühstart" "Diese Unsicherheit ist Gift"

Die Corona-Pandemie droht wieder außer Kontrolle zu geraten. Vor der Konferenz der Kanzlerin mit den Bürgermeistern von elf Städten appelliert Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth für einheitliche Regeln. Aber auch für Regeln, die jeder versteht.

Angesichts steigender Infektionszahlen in mehreren deutschen Metropolen hat die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth, die Initiative von Bundeskanzlerin Angela Merkel gelobt, sich mit den Bürgermeistern von elf besonders betroffenen Städten zu beraten. "Ich glaube, es ist unfassbar wichtig, dass man an einem Strang zieht und dass man gemeinsame Regeln hat, damit die Menschen in diesem Land das auch verstehen", sagte die Grünen-Politikerin im "Frühstart" von ntv.

Von der momentan herrschenden Unsicherheit seien auch die Abgeordneten des Deutschen Bundestags betroffen. "Die wollen heute am Nachmittag oder frühen Abend in ihren Wahlkreis nach Hause fahren", erklärte Roth. "Wir wissen überhaupt nicht, ob es möglich ist, nach Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein zu fahren, wenn man aus Berlin kommt. Und diese Unsicherheit ist Gift."

Die Grünen-Politikerin plädiert weiterhin für gemeinsame Regeln - aber auch für die richtige Vermittlung der Beschränkungen. "Wir brauchen Aufklärung für diejenigen, die Hochzeiten oder Rave-Partys feiern wollen." Als Negativbeispiel nannte Roth auch die alternative Wiesn in München. Das sei sehr unvernünftig gewesen, so die Politikerin. "Muss man jetzt die Wiesn auf den Straßen feiern? Ohne Masken und ohne Distanz, dafür mit Bierkrug in der Hand. Ich fand es extrem unsolidarisch und unvernünftig." München habe dann zu Recht sehr harte Maßnahmen ergriffen.

Quelle: ntv.de, ako