Politik

Kind unter Toten in Mariupol Drei Menschen sterben bei Angriff auf Klinik

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Nicht alle Patienten und Mitarbeiter der Klinik konnten vor dem russischen Bombenangriff in Sicherheit gebracht werden.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Bei ihrer Invasion in der Ukraine bombardiert das russische Militär immer wieder gezielt zivile Ziele. Nach dem Angriff auf eine Kinderklinik in der belagerten Stadt Mariupol werden mindestens drei Tote geborgen, darunter ein Kind. Der ukrainische Präsident Selenskyj spricht von einem "Kriegsverbrechen".

Bei dem russischen Bombenangriff auf eine Kinder- und Geburtsklinik in der belagerten ukrainischen Stadt Mariupol sind am Mittwoch mindestens drei Menschen getötet worden. "Nach dem terroristischen Bombenangriff durch russische Flugzeuge auf das Kinderkrankenhaus in Mariupol sind drei Menschen gestorben, darunter ein Mädchen", teilte der Stadtrat der Hafenstadt auf Telegram mit. Mindestens 17 Angestellte wurden nach Behördenangaben verletzt.

Der Angriff auf das erst kürzlich renovierte Krankenhaus löste international Entsetzen und Empörung aus. Der Sprecher der französischen Regierung, Gabriel Attal, verurteilte die Attacke als "unmenschlich und feige". Auf Frauen, Kinder und Pflegekräfte zu zielen, sei "unglaublich", sagte Attal dem französischen Sender RTL. Frankreich fordere erneut eine Waffenruhe.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den Angriff als "Kriegsverbrechen" bezeichnet, der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba sprach von "Barbarei". Das russische Außenministerium dementierte den Angriff nicht, warf aber ukrainischen "nationalistischen Bataillonen" vor, Personal und Patienten aus dem Gebäude gebracht zu haben, um es als Gefechtsstellung zu benutzen.

Die strategisch wichtige Hafenstadt wird seit Tagen von russischen Truppen belagert. Ein von Rettungshelfern veröffentlichtes Video von dem getroffenen Krankenhaus zeigte einen Ort völliger Zerstörung. Verletzte wurden zum Teil auf Tragen in Sicherheit gebracht. Zudem waren verkohlte Autowracks zu sehen sowie ein tiefer Bombenkrater. Im Gebäudeinneren war der Boden von Trümmern, Glasscherben, zersplittertem Holz und aus den Bettgestellen gesprengten Matratzen übersät.

Quelle: ntv.de, jhe/AFP

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