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Fünf Aserbaidschaner sterbenDrohnen treffen Frachtschiffe im Asowschen Meer

05.06.2026, 15:05 Uhr
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Die ukrainische Armee veröffentlichte Aufnahmen eines Drohnenangriffs in der Nacht. (Foto: telegram/@robert_magyar)

Immer wieder nimmt die Ukraine wichtige Häfen im Asowschen Meer ins Visier, um die Nachschubwege Russlands in seinem Angriffskrieg zu zerstören. In der Nacht schlagen Drohnen auf mehreren Frachtschiffen ein, fünf aserbaidschanische Seeleute sterben.

Das Außenministerium in Aserbaidschan hat unter Berufung auf russische Informationen den Tod von fünf Landsleuten nach einem Drohnenangriff auf Frachtschiffe im Asowschen Meer gemeldet. Drei weitere Aserbaidschaner seien verletzt worden, heißt es in der Mitteilung. Moskau habe Baku über den Angriff informiert.

Es handelt sich der Mitteilung nach um Schiffe, die nicht im Besitz des Staates Aserbaidschan sind. Insgesamt seien 25 Bürger des Landes an Bord gewesen. Mehrere Mitarbeiter der aserbaidschanischen Botschaft in Russland seien auf dem Weg zum Ort des Geschehens. Die bei dem Angriff Verletzten seien in ein Krankenhaus in der russischen Stadt Jejsk am Asowschen Meer gebracht worden.

Zur Herkunft der Drohnen machte das aserbaidschanische Außenministerium keine Angaben. Laut russischen Staatsmedien machte der russische Vize-Außenminister Michail Galusin die Ukraine für den Vorfall verantwortlich. "Wir wissen sehr genau, wer Drohnen - sowohl Luft- als auch Seedrohnen - einsetzt, um friedliche zivile Schiffe in den Gewässern des Schwarzen Meeres und des Mittelmeers anzugreifen", sagte Galusin demnach.

Der Kommandeur der Drohnenstreitkräfte der ukrainischen Armee, Robert Browdi, erklärte auf Telegram, in der Nacht zum Freitag "fünf Schiffe getroffen zu haben, die sich illegal in den Häfen von Mariupol und Berdjansk" in von Russland besetztem ukrainischem Gebiet aufgehalten hätten. Sie hätten unter falschem Namen geankert, "um unbemerkt ukrainisches Getreide zu stehlen, Militärgüter und Treibstoff zu transportieren". Browdi gab jedoch nicht an, ob es sich dabei um die Schiffe handelte, auf denen die aserbaidschanischen Staatsbürger getötet wurden.

Die Ukraine zielt mit ihren Drohnenangriffen immer wieder auf den Süden Russlands. Kiews Militär nimmt dort Raffinerien, Pumpstationen und für den Export von russischem Öl wichtige Häfen im Asowschen und im Schwarzen Meer ins Visier. Mit solchen Angriffen will es den Treibstoffnachschub für die russische Armee stören und dem Kreml die Kriegsfinanzierung erschweren. Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland betriebene Invasion.

Quelle: ntv.de, jog/dpa/AFP

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