Politik

Kampf gegen Kommunisten Duterte plant "Todesschwadron"

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Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte will nun massiver gegen die Rebellen in seinem Land vorgehen.

(Foto: AP)

Seit den 1960er-Jahren sind die kommunistischen Rebellen auf den Philippinen aktiv. Doch nun droht die Lage zu eskalieren: Präsident Rodrigo Duterte will es dem Militär künftig erlauben, Rebellen ohne Umschweife gezielt zu töten.

Auf den Philippinen will Präsident Rodrigo Duterte eine eigene "Todesschwadron" gegen die kommunistischen Rebellen aufstellen. Der Staatschef kündigte in Manila die Gründung einer Sondertruppe an, die auch die Erlaubnis zum Töten haben werde. "Wenn Ihr drei oder vier (Rebellen) seht, bringt sie alle um", sagte er.

Der Konflikt zwischen der philippinischen Regierung und den Rebellen gehört zu den ältesten auf dem asiatischen Kontinent. Wegen neuer Angriffe hatte der Präsident die laufenden Friedensgespräche mit der kommunistischen Partei der Philippinen CPP und ihrem bewaffneten Flügel NPA im November 2017 abgebrochen.

Im Dezember 2017 hatte Duterte dann kommunistische Rebellengruppen offiziell zu terroristischen Organisationen erklärt. Die Rebellen kämpfen seit den 1960er-Jahren gegen die Regierung des südostasiatischen Inselstaats. Die USA erklärten die CPP und NPA bereits 2002 zu Terrorgruppen.

Tödlicher Kampf gegen die Drogen

Duterte steht international wegen des brutalen Vorgehens der philippinischen Sicherheitskräfte im Kampf gegen die Drogenkriminalität mit Tausenden Toten in der Kritik. Kurz nach seinem Amtsantritt im Juni 2016 hatte er in einer Rede zur Ermordung von Drogensüchtigen, Drogenhändlern und Kriminellen aufgerufen.

Nach Einschätzungen von Menschenrechtlern handelt es sich bei den meisten Getöteten um kleine Dealer. Für die Tötungen wurde bislang niemand zur Rechenschaft gezogen.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa

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