Politik

Attentat auf Studentenführer Dutschke verdächtigte Stasi

Der 1968 lebensgefährlich angeschossene ehemalige Studentenführer Rudi Dutschke hat nach Angaben seines Sohnes Marek das Ostberliner Ministerium für Staatssicherheit (MfS) hinter dem Anschlag auf ihn vermutet.

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Dem Attentat auf Dutschke folgten die schlimmsten Krawalle in der Geschichte der Bundesrepublik.

(Foto: AP)

Das gehe aus einem Schreiben hervor, das der 1979 an den Spätfolgen des Attentats gestorbene westdeutsche Studentenführer seiner Familie hinterlassen habe, erklärte Marek Dutschke in der "Bild"-Zeitung vom Dienstag. Nach den Enthüllungen über eine Stasi-Mitarbeit des Ohnesorg-Todesschützen Karl-Heinz Kurras forderte Marek Dutschke die Birthler-Behörde auf, auch nach einem möglichen Stasi-Hintergrund des Dutschke-Attentäters Josef Bachmann zu suchen. Rudi Dutschke hatte seinem Sohn zufolge mit dem Attentäter später Briefkontakt.

 

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Dutschke kritisierte die Militarisierung der DDR-Gesellschaft und forderte Reisefreiheit.

(Foto: AP)

Nach Angaben seines Sohns hinterließ Rudi Dutschke seiner Frau Gretchen ein Schreiben, das sie erst nach seinem Tod öffnen sollte. Darin habe sein Vater die Vermutung geäußert, "dass hinter dem Anschlag auf ihn das MfS gesteckt haben könnte". "Die DDR, so mein Vater, habe damals gefürchtet, dass der antiautoritäre Sozialismus, für den Rudi stand, auf den anderen Teil Deutschlands überschwappen könnte", erklärte sein Sohn in "Bild".

Quelle: n-tv.de, AFP

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