Politik

"Trump ist Problem für ganze Welt" EU-Parlamentschef warnt vor Trump

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Martin Schulz blickt mit Sorge auf die US-Wahl.

(Foto: dpa)

In weniger als zwei Monaten wird in den USA ein neuer Präsident gewählt. Dass es Donald Trump werden könnte, macht dem Präsidenten des EU-Parlaments Angst. Martin Schulz macht keinen Hehl daraus, was er von dem republikanischen Bewerber hält.

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat den republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump scharf kritisiert. "Trump ist nicht nur für die EU ein Problem, sondern für die ganze Welt", sagte Schulz dem "Spiegel". "Wenn im Weißen Haus ein Mann sitzt, der damit kokettiert, dass er keine Ahnung hat und Fachwissen als elitären Quatsch bezeichnet, ist ein kritischer Punkt erreicht", sagte der SPD-Politiker weiter. Dann sitze ein offenbar verantwortungsloser Mann an einer Stelle, wo ein Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein benötigt werde.

Sollte Trump der nächste US-Präsident werden, könnte das auch Rechtspopulisten in Europa weiteren Auftrieb geben, fürchtet der EU-Parlamentschef. "Meine Sorge ist, dass er Nachahmer auch in Europa beflügeln könnte", so Schulz. "Ich wünsche mir deshalb, dass Hillary Clinton gewinnt." Die Demokratin Clinton und Trump treten Anfang November gegeneinander an. In Umfragen liegen beide Kandidaten derzeit eng beieinander.

Schulz ist nicht der einzige hochrangige Politiker in Europa, der öffentlich seine Abneigung gegen Trump zeigt.Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zum Beispiel hatte schon letzten Monat gesagt, dass ihm bei dem Gedanken an einen Präsidenten Trump ganz anders werde. Bei Trumps Aussagen müsse einem "echt bange" um die Entwicklung dieser Welt werden, hieß es vom Auswärtigen Amt. Steinmeier hatte Trump außerdem als "Hassprediger" bezeichnet. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dagegen mehrfach betont, sie wolle sich nicht in den US-Wahlkampf einmischen.

Quelle: n-tv.de, hul/rts/dpa

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