Politik

Nach Festnahme von Assange Ecuador verzeichnet Millionen Cyberattacken

AP_18269687502536.jpg

Ecuadors Präsident Lenín Moreno verteidigt den Entzug des Asyls für Assange.

(Foto: AP)

Die Regierung von Ecuador steht digital unter Beschuss. Nach der Festnahme von Julian Assange ist das südamerikanische Land Ziel von mehr als 40 Millionen Hackerangriffen. Stecken Anhänger des Wikileaks-Gründers hinter der Attacke?

Ecuador ist nach der Festnahme von Wikileaks-Gründer Julian Assange nach Regierungsangaben Ziel von mehr als 40 Millionen Cyberattacken geworden. Die Angriffe auf Internetseiten öffentlicher Institutionen seien unter anderem von Servern aus Deutschland, den USA, Brasilien, den Niederlanden, Rumänien und aus Ecuador selbst gekommen, sagte der Vizeminister für Informationstechnologie und Kommunikation, Patricio Real.

Betroffen waren den Angaben zufolge vor allem die Internetseiten von Außenministerium, Präsidentenamt, Zentralbank sowie einigen Ministerien und Universitäten. Informationen wurden demnach bei den Cyberangriffen nicht entwendet.

Assange war am vergangenen Donnerstag nach sieben Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen worden. Die Regierung in Quito hatte zuvor das politische Asyl für den 47-jährigen Australier aufgehoben, der wegen der Veröffentlichung geheimer US-Dokumente vielen in den USA als Staatsfeind gilt.

Ecuadors Präsident Lenín Moreno begründete den Entzug des Asyls damit, dass Assange versucht habe, in der Botschaft in London ein "Zentrum für Spionage" einzurichten. Assange habe zudem Botschaftsmitarbeiter schlecht behandelt und rechtliche Schritte angedroht, sagte Moreno. Der Entzug des Asyls sei nicht willkürlich erfolgt, sondern fuße auf internationalem Recht.

Quelle: n-tv.de, jpe/AFP

Mehr zum Thema