Politik
Die Nettozuwanderung sank 2016 deutlich.
Die Nettozuwanderung sank 2016 deutlich.(Foto: picture alliance / Marijan Murat)
Dienstag, 13. März 2018

Mehr Deutsche verlassen das Land: Einwohnerzahl steigt durch Zuwanderung

Die jüngste Statistik zeigt: Als Folge der Flüchtlingskrise steigt 2016 die Zahl der Einwohner in Deutschland um 500.000 Personen. Dabei verlassen Zehntausende Deutsche das Land - deutlich mehr, als zurückkehren.

Im Jahr 2016 sind 500.000 Menschen mehr nach Deutschland gezogen, als das Land verlassen haben, berichtet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Damit sank die sogenannte Nettozuwanderung im Vergleich zu 2015 sehr deutlich. In jenem Jahr hatte das Plus bei 1,14 Millionen gelegen. Nach Angaben der Statistiker sind die Werte wegen methodischer Änderungen aber nur eingeschränkt vergleichbar.

2016 zogen demnach rund 1,865 Millionen Menschen zu, während etwa 1,365 Millionen das Land verließen. Das waren 272.000 Zuzüge weniger und 368.000 Fortzüge mehr als im Vorjahr 2015. Die Daten der sogenannten Wanderungsstatistik bilden ab, wer sich bei den Meldebehörden an- oder abmeldet.

Die allermeisten Zugewanderten hatten einen ausländischen Pass (1,719 Millionen), dazu kamen rund 146.000 Deutsche - entweder Spätaussiedler oder aus dem Ausland zurückkehrende Deutsche. Das war ein Anstieg um 25.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig kehrten 281.000 deutsche Staatsangehörige Deutschland den Rücken. Auch mehr als eine Million Menschen mit ausländischem Pass wanderte ab.

Etwa die Hälfte (51 Prozent) der Zugewanderten hatten die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedslandes, weitere 9 Prozent kamen aus anderen europäischen Staaten. 26 Prozent kamen aus asiatischen Ländern und fünf Prozent aus Afrika.

Quelle: n-tv.de