Politik

Altmaier nimmt Wind aus den Segeln Energiewende wird überprüft

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Altmaier wird Ende vergangener Woche beim Besuch in der Asse wenig konkret.

(Foto: dpa)

Vor zwei Wochen entlässt Kanzlerin Merkel ihren Umweltminister Röttgen und setzt dafür ihren Gefolgsmann Altmaier auf dessen Stuhl. Der Alte war für die Energiebosse ein rotes Tuch, der Neue will der Wirtschaft schmeicheln und stellt Röttgens Vorgaben in Frage - schließlich werde die Wirtschaft nur in etwas investieren, was sie auch gut fände.

Der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) ist bei der Energiewende zu Konzessionen an die Wirtschaft bereit und stellt die bisherigen Zielvorgaben des Umweltressorts auf den Prüfstand. "Die Wirtschaft wird nur in den Umbau investieren, wenn sie unsere Ziele und Prognosen für realistisch hält", sagte Altmaier dem "Spiegel". Er habe angeordnet, "bis zur Sommerpause die Prognosen, mit denen wir bisher arbeiten, zu überprüfen, insbesondere im Hinblick darauf, was wir bisher erreicht haben und was nicht." Dies gelte für die Erwartungen an den künftigen Stromverbrauch genauso wie für die Einsparszenarien etwa durch mehr Energieeffizienz.

"Auch die Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien werden wir uns noch einmal genau ansehen", kündigte Altmaier an. Als Beispiel führte er die Prognosen seines Hauses zur Entwicklung des Stromverbrauchs an: "In keiner unserer Broschüren fehlt der Hinweis, dass 35 Prozent unseres Stroms bis zum Jahr 2020 aus erneuerbaren Energien stammen sollen. Ob wir dieses Ziel erreichen, und was wir dafür tun müssen, hängt jedoch erkennbar von der Frage ab, wie hoch der Stromverbrauch im Jahr 2020 überhaupt sein wird", sagte Altmaier. Nur wer das realistisch einschätzen könne, wisse auch, welche Maßnahmen er ergreifen müsse.

ist seit zwei Wochen Nachfolger von Norbert , der nach dem CDU-Wahldesaster in Nordrhein-Westfalen entlassen worden war.

Quelle: ntv.de, dpa

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