Politik

FDP für bessere Integration Englisch soll zweite Sprache in Behörden werden

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"I have an appointment" soll bald auch auf deutschen Ämtern zum Ziel führen.

(Foto: imago images/Schöning)

Der Fachkräftemangel beschäftigt die Bundesregierung. Ein neues Zuwanderungsgesetz soll Abhilfe schaffen und ausländische Arbeitskräfte ins Land holen. Die FDP will zudem eine weitere bürokratische Hürde abschaffen und deutsche Behörden zweisprachig aufstellen.

Die FDP fordert laut einem Zeitungsbericht die Einführung von Englisch als zusätzlicher Verwaltungssprache in deutschen Behörden. Damit sollten Migranten Behördengänge erleichtert werden, heißt es in einem Zehn-Punkte-Papier der Liberalen zur Einwanderungspolitik, über welches das "Handelsblatt" berichtet.

"Sprache ist der Schlüssel für eine gelungene Integration", heißt es dem Blatt zufolge in dem Papier, das von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger und Parteivize Johannes Vogel erarbeitet wurde. Es soll heute vom Parteipräsidium verabschiedet werden. Die Liberalen wollen damit die Pläne der Ampelkoalition für eine Reform des Einwanderungsrechts forcieren - auch um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

"Das aktuelle Chaos an den Flughäfen durch den Arbeitskräftemangel ist da nur der Vorbote", sagte Vogel dem "Handelsblatt". Die Regeln zur Einwanderung müssten "attraktiver" werden. Neben Englisch als zusätzlicher Sprache auf Ämtern wird laut "Handelsblatt" in dem Papier der weitere Ausbau der Deutschförderung für Fachkräfte und ihre Familien gefordert. Als "besondere Priorität" nennt die FDP den Abbau von Hürden bei der Anerkennung ausländischer Bildungs- und Berufsabschlüsse.

Blue Card ausweiten

Die Freien Demokraten fordern auch, dass die sogenannte Blue Card im nationalen Recht auf nicht-akademische Berufe erweitert wird. Die Blue Card ist ein Aufenthaltstitel mit Arbeitserlaubnis für Fachkräfte von außerhalb der EU, bisher zielt die Blaue Karte jedoch vor allem auf Hochschulabsolventen ab.

An spezialisierten Arbeitskräften fehlt es nahezu in jeder Branche. Alleine Deutschlands Handwerksbetriebe suchen eine sechsstellige Zahl von Mitarbeitern. Da nicht alle Betriebe unbesetzte Stellen an die Agenturen melden, geht der Zentralverband des Deutschen Handwerks von schätzungsweise 250.000 fehlenden Handwerkerinnen und Handwerkern aus.

Ein neues Zuwanderungsgesetz soll ab Herbst dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Nach der Sonderregelung für das Flughafenpersonal plant die Bundesregierung auch für das Gastgewerbe einen vereinfachten Zuzug von Arbeitskräften aus dem Ausland.

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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