Politik

Präsidentschaftswahl in Litauen Entscheidung fällt in Stichwahl

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Wer folgt auf Dalia Grybauskaite?

(Foto: picture alliance / Tobias Hase/d)

Die Präsidentschaftswahl in Litauen geht in die Verlängerung. Keiner der angetretenen neun Kandidaten erreichte die erforderliche Mehrheit. Nun müssen sich die Litauer am 26. Mai zwischen zwei Finanzexperten entscheiden.

Die Entscheidung im Rennen um die Nachfolge von Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite fällt am 26. Mai in einer Stichwahl. Dann stehen sich der Wirtschaftsexperte Gitanas Nauseda und die ehemalige Finanzministerin Ingrida Simonyte gegenüber. Sie erhielten in der ersten Runde die meisten Stimmen. Ministerpräsident Saulius Skvernelis, der ebenfalls angetreten war, gab sich geschlagen und kündigte seinen Rücktritt für den 12. Juli an.

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Ingrida Simonyte, Saulius Skvernelis und Gitanas Nauseda am 8. April bei einer Wahlkampfveranstaltung.

(Foto: REUTERS)

Simonyte und Nauseda galten vor der Abstimmung als Favoriten. Nach Auszählung von 85 Prozent der Wahlbezirke lag der Ökonom Nauseda mit gut 31 Prozent vorn. Die ehemalige Finanzministerin Simonyte folgte mit rund 27 Prozent auf Platz zwei. Für einen Sieg in der ersten Runde waren mehr als 50 Prozent der Stimmen nötig. Sollte kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichen, gehen die beiden Bestplatzierten am 26. Mai - parallel zur Europawahl - in eine Stichwahl. Das Endergebnis soll im Laufe des Montags vorliegen.

Insgesamt hatten sich neun Kandidaten um die Nachfolge von Dalia Grybauskaite im höchsten Staatsamt in dem Ostseeanrainer beworben. Wahlberechtigt waren knapp 2,5 Millionen Menschen. Die Beteiligung lag nach Angaben der Wahlkommission in Vilnius bei 56,5 Prozent.

Quelle: ntv.de, bad/rts/dpa