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Sarah O. wieder in Deutschland Ermittler nehmen deutsche IS-Kämpferin fest

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Frauen beim IS: Sarah O. rekrutierte unter anderem weitere Kämpfer aus dem Ausland.

(Foto: picture alliance / dpa)

Sarah O. ist 15 als sie von Konstanz auf nach Syrien in den Heiligen Krieg zieht. Nach fünf Jahren in der Kampfzone kehrt sie zurück und wird am Flughafen von der Polizei empfangen. Der Vorwurf: Mitgliedschaft im sogenannten Islamischen Staat.

Die Bundesanwaltschaft hat eine Islamistin festnehmen lassen, die vor fünf Jahren Deutschland als 15-Jährige verlassen haben soll. Die heute 20 Jahre alte Sarah O. wurde aus der Türkei abgeschoben und am Flughafen Düsseldorf festgenommen, wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Ihr wird Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zur Last gelegt.

O. soll im Oktober 2013 über die Türkei nach Syrien eingereist sein. Dort heiratete die Schülerin aus Konstanz den Ermittlungen zufolge Anfang 2014 einen aus Deutschland stammenden IS-Kämpfer. Sie übernahm demnach zusammen mit ihm Wachdienste und versuchte, weitere Kämpfer für den IS zu werben.

O. soll den Ermittlern zufolge im Umgang mit Schusswaffen ausgebildet sein und sich "in die Entscheidungs- und Befehlsstruktur" des IS eingegliedert haben. Sie soll vom IS "eine möblierte Wohnung zur Verfügung gestellt" bekommen haben, in der sie andere Neuankömmlinge vorübergehend aufgenommen habe. Der IS habe ihr und ihrem Mann ein Monatsgehalt von 118 US-Dollar gezahlt.

Die Deutsch-Algerierin flüchtete laut Bundesanwaltschaft Anfang dieses Jahres aus Syrien und stellte sich in der Türkei den Sicherheitsbehörden. Am Freitagmorgen wurde sie abgeschoben. Bei ihrer Einreise in Deutschland standen Ermittler bereit, um sie festzunehmen. Laut "Focus" und "Spiegel" hat O. drei Kinder, die sich nun ebenfalls in Deutschland aufhalten.

Quelle: n-tv.de, jog/dpa/AFP

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