Politik

"Trendwende dringend nötig" Erneut weniger Bafög-Bezieher

Seit 2013 sinkt die Zahl der vom Bafög geförderten Schüler und Studenten von Jahr zu Jahr.

Seit 2013 sinkt die Zahl der vom Bafög geförderten Schüler und Studenten von Jahr zu Jahr.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gut 2,9 Milliarden Euro hat der Bund vergangenes Jahr für Bafög aufgebracht. Doch auch wenn die Summe gestiegen ist - die Zahl der Bezieher ist es nicht. Die Koalition hat Besserungen versprochen.

Die Zahl der Bafög-Empfänger sinkt weiter. Vergangenes Jahr erhielten 782.000 Schüler und Studenten die staatliche Ausbildungsförderung, etwa 41.000 oder fünf Prozent weniger als noch im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Pro Kopf wurde aber mehr ausgezahlt. Die staatlichen Ausgaben stiegen deshalb um rund 70 Millionen auf 2,9 Milliarden Euro.

Seit 2015 finanziert der Bund die Leistungen voll. Im Schnitt erhielt ein 2017 geförderter Student 499 Euro pro Monat und ein Schüler 456 Euro. Insgesamt bezogen vergangenes Jahr rund 225.000 Schüler und 557.000 Studenten Bafög. Dem Bundesamt zufolge sinkt die Zahl der Geförderten bereits seit 2013.

CDU, CSU und SPD haben im Koalitionsvertrag vereinbart, "bis 2021 eine Trendumkehr zu erreichen". Für eine Bafög-Reform soll bis dahin eine Milliarde Euro zusätzlich fließen. Diese angepeilte Reform reicht nach Ansicht der Grünen nicht aus, um deutlich mehr Studenten und Schülern unter die Arme zu greifen.

"Das Bafög braucht dringend eine Trendwende", so der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion Kai Gehring. Selbst eine sofortige Reform mit der im Koalitionsvertrag genannten Summe könne den dramatischen Rückgang der vergangenen Jahre nicht kompensieren.

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Quelle: n-tv.de, psa/dpa

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