Politik

Nach Brand im Flüchtlingslager Erste Kinder aus Moria reisen an

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Viele Flüchtlinge leben nach dem Brand im neu errichteten temporären Flüchtlingslager in Kara Tepe.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem verheerenden Feuer im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos hat die Bundesregierung zugesagt, insgesamt 150 unbegleitete Minderjährige aufzunehmen. Die ersten 50 davon sollen noch in dieser Woche in Deutschland eintreffen.

Nach der Zerstörung des griechischen Flüchtlingslagers Moria kommen in der nächsten Woche erstmals betroffene Flüchtlingskinder nach Deutschland. Am Mittwoch wird die Ankunft von rund 50 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen erwartet, wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Sonntag auf Anfrage mitteilte. Zuerst hatte die "Bild am Sonntag" darüber berichtet.

Etwa 400 unbegleitete Minderjährige waren nach dem Feuer aufs griechische Festland gebracht worden. Deutschland hat zugesagt, bis zu 150 von ihnen aufzunehmen. Durch die Brände war das Lager Moria auf der Insel Lesbos fast völlig zerstört worden. Dort lebten zuvor rund 12.000 Menschen.

Zusammen mit den rund 50 Betroffenen sollen am Mittwoch auch wieder behandlungsbedürfte Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern mit ihren Familien nach Deutschland gebracht werden. Hier handelt es sich nach Angaben des Ministeriumssprecher um etwa 20 Kinder und deren unmittelbare Angehörige - insgesamt gut 90 Menschen.

Sie gehören zu einer Gruppe von insgesamt 243 behandlungsbedürftigen Kindern und deren Familien, deren Aufnahme Deutschland bereits vor längerer Zeit zugesagt hatte. Die ersten Menschen aus dieser Gruppe waren Mitte April eingetroffen. Nach Angaben des Ministeriumssprechers befinden sich mittlerweile mehr als 500 der insgesamt etwa 1000 Menschen in Deutschland.

Quelle: ntv.de, bea/AFP