Politik

"Wir beide vertrauen uns" Erstes Bewerber-Duo für SPD-Spitze steht

121957176 (3).jpg

Kampmann stammt aus Gütersloh in Ostwestfalen und sitzt derzeit für die SPD im Landtag von NRW, Roth ist Staatsminister im Auswärtigen Amt und kommt aus Heringen in Nordhessen.

(Foto: picture alliance/dpa)

In die Suche nach einer neuen SPD-Spitze kommt Bewegung: Europa-Staatsminister Roth kandidiert mit der Ex-NRW-Ministerin Kampmann um die Doppelführung der Partei. Die beiden Politiker sind die ersten, die sich aus der Deckung wagen.

Die SPD-Politiker Michael Roth und Christina Kampmann sind die ersten offiziellen Bewerber für die neue Spitze der SPD. Der Europa-Staatsminister und die frühere nordrhein-westfälische Familienministerin gaben im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland ihre Kandidaturen bekannt.

"Wir beide vertrauen uns gegenseitig. Deshalb trauen wir es uns zu, in einer schwierigen Lage als Team für den Parteivorsitz anzutreten", sagte Kampmann dem RND. Roth erklärte, die SPD werde derzeit "bestenfalls als ordentlich arbeitender Reparaturbetrieb, aber nicht als spannender Ort großer Debatten und Visionen wahrgenommen. Das wollen wir ändern".

Der 48-jährige Michael Roth ist seit 2013 Staatsminister im Auswärtigen Amt und für Europathemen zuständig. Seit 1998 gehört der SPD-Politiker aus dem Landesverband Hessen dem Bundestag an. Die 38-jährige Christina Kampmann stammt aus Gütersloh und ist Abgeordnete im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Von 2015 bis 2017 war Kampmann Familienministerin in Nordrhein-Westfalen.

Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles sucht die SPD nun Nachfolger. Laut einem Beschluss des SPD-Vorstands können sich bis zum 1. September Bewerber für die Parteispitze melden. Der Interims-Vorstand wünscht sich insbesondere Kandidaturen von Zweierteams, Einzelbewerbungen sind aber auch möglich. Anschließend stimmen die Mitglieder ab. Die formale Entscheidung über den künftigen Vorsitz und auch über die Installierung einer Doppelspitze fällt der Parteitag im Dezember.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

Mehr zum Thema