Politik

Drei Angriffe am Wochenende Eskaliert in Berlin der Bandenkrieg?

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Die Berliner Polizei vermutet hinter den Angriffen einen Bandenkrieg.

(Foto: picture alliance/dpa)

Allein am vergangenen Wochenende gibt es in Berlin drei Kämpfe zwischen Schlägern und Messerstechern verschiedener Gruppen. Das LKA vermutet dahinter einen Bandenkrieg zwischen einem arabischen Clan und einer russisch-tschetschenischen Gruppe.

Drei brutale Angriffe von zahlreichen Schlägern und Messerstechern am Wochenende in Berlin könnten auf einen Bandenkrieg zwischen einem arabischen Clan und einer russisch-tschetschenischen Gruppe hindeuten. Die für organisierte Kriminalität (OK) zuständige Abteilung im Landeskriminalamt (LKA) habe die drei Vorfälle an sich gezogen, um die Zusammenhänge zu prüfen, sagte ein Polizeisprecher.

Insgesamt wurden bei den zwei Überfällen am Samstagabend in den Stadtteilen Neukölln und Gesundbrunnen und dem dritten Gewaltausbruch am Sonntagabend erneut in Gesundbrunnen elf Männer verletzt. Sechs Russen wurden noch am Samstagabend festgenommen und wieder entlassen. Unter den weiteren Beteiligten waren auch "Mitglieder einer bekannten Großfamilie", so die Polizei.

Tschetschenische Banden spielen neben kriminellen Mitgliedern arabischstämmiger Großfamilien seit Jahren eine Rolle im kriminellen Milieu der Hauptstadt. In dem Bereich gebe es sichtbare Gewalt, hieß es vor einem Jahr im Zusammenhang mit dem Lagebild des LKA zur organisierten Kriminalität.

"Die russisch-eurasische OK, das ist eine harte Nuss", sagte damals der zuständige Abteilungsleiter Sebastian Laudan. Bei fast der Hälfte der 59 großen Ermittlungskomplexe zum Thema organisierte Kriminalität ging es um Rocker, Tschetschenen oder Mitglieder arabischstämmiger Großfamilien, die vor allem aktiv sind im Drogenhandel, der Zwangsprostitution und Schutzgelderpressung.

Quelle: ntv.de, mli/dpa