Politik

Denkwürdige TV-Debatte 2024Ex-First-Lady fürchtete "Schlaganfall" bei Joe Biden

28.05.2026, 01:57 Uhr
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Joe Biden gab kein gutes Bild ab. (Foto: REUTERS)

Bei der ersten Präsidentschaftsdebatte 2024 tritt Amtsinhaber Biden seltsam fahrig auf. Vor dem Bildschirm leidet seine Ehefrau mit, wie Jill Biden in einem Interview erzählt. Der Auftritt bereitete ihr große Sorgen.

Der denkwürdige Auftritt von Joe Biden bei der ersten Präsidentschaftsdebatte im Juni 2024 hat auch die ehemalige First Lady der USA schockiert. "Ich hatte Angst, denn ich hatte Joe (Biden, Anmerk. d. Red.) noch nie zuvor und auch seitdem nie wieder so gesehen. Niemals", sagte Jill Biden rückblickend dem US-Sender CBS in einem Interviewausschnitt. "Ich weiß nicht, was passiert ist", sagte sie. "Als ich es sah, dachte ich: 'Oh mein Gott, er hat einen Schlaganfall.' Und das hat mir eine mächtige Angst eingejagt." Das gesamte Gespräch wird erst am Sonntag veröffentlicht.

In einem katastrophalen Auftritt hatte sich Amtsinhaber Biden im Duell gegen Donald Trump mehrfach verhaspelt, wirkte abwesend und sprach ungewöhnlich leise. Berichten zufolge löste die Debatte unter hochrangigen Demokraten sogar Panik aus. In der Folge nahmen die Diskussionen um den Gesundheitszustand des damals 81-Jährigen an Fahrt auf. Sie mündeten schließlich darin, dass sich Biden aus dem Wahlkampf zurückzog und Vizepräsidentin Kamala Harris gegen Trump kandidierte - und im November verlor.

ntv.de-US-Korrespondent Roland Peters bezeichnete den Auftritt Bidens damals als "schmerzhaft". Während Trump eine "wahrhaftige Lügensalve" abfeuerte, bestätigte Biden damals Befürchtungen, die US-Amerikaner über seinen Gesundheitszustand hatten. "Biden war an diesem Abend, der ersten von zwei geplanten Fernsehdebatten, ein Schatten seiner vergangenen Tage. Fahrig, klapprig und weit weg von einem starken Anführer, den die US-Amerikaner gerne im November wählen würden", schrieb Peters.

Die Demokraten sind indes noch immer mit der Aufarbeitung des Wahldebakels von 2024 beschäftigt. Eine lange zurückgehaltene Untersuchung sorgte zuletzt für internen Streit. Parteistratege Paul Rivera wirft darin dem Weißen Haus unter Biden vor, dass es eine Kandidatur von Harris nicht vorbereitet habe. Das Democratic National Committee (DNC) distanzierte sich jedoch von dem Inhalt des Papiers.

Während Trump wieder zurück im Weißen Haus ist, erwägt Harris, erneut für die US-Präsidentschaftswahlen 2028 anzutreten. "Vielleicht, vielleicht. Ich denke darüber nach", sagte die 61-Jährige bei einer Veranstaltung im April. Sie werde eine Kandidatur nach dem Grundsatz abwägen, wer 2028 die beste Arbeit für das amerikanische Volk leisten könne, erklärte Harris.

Quelle: ntv.de, ses

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