Politik

Krawalle in Kopenhagen Festnahmen bei Demo gegen Islamkritiker

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Die Polizei in Kopenhagen holte Verstärkung aus der umliegenden Provinz, da die Beamten vor Ort nicht ausreichten.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Kopenhagen herrscht seit Sonntag der Ausnahmezustand. Demonstranten zünden Autos an, ein Islamkritiker den Koran. Jetzt berichtet die dänische Polizei von erneuten Festnahmen.

Die von Provokationen eines Islamkritikers ausgelösten Krawalle in Kopenhagen halten an. Seit Dienstagnachmittag habe es an sechs Orten in der dänischen Hauptstadt weitere Brände gegeben, teilt die Kopenhagener Polizei mit. Müllcontainer und -eimer seien ebenso angezündet worden wie Autos. Elf Demonstranten seien festgenommen worden, nachdem sie in der Nacht zum Mittwoch im Stadtteil Nørrebro Feuerwerks- und Knallkörper abgefeuert hätten.

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Islamkritiker Rasmus Paludan gründete seine Kleinpartei 2017.

(Foto: imago images / Ritzau Scanpix)

Die dänische Nachrichtenagentur Ritzau berichtet, ein 19-Jähriger sei am heutigen Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt worden und für 27 Tage in Untersuchungshaft gekommen. Ihm wird demnach vorgeworfen, an einem geplanten Demonstrationsort eine Handgranate abgelegt und in einer Botschaft auf dem Asphalt Paludan den Tod gewünscht zu haben.

Die unruhigen Szenen hatten am Sonntag während einer Demonstration des wegen Rassismus verurteilten Islamkritikers Rasmus Paludan ihren Anfang genommen. Nach Provokationen des Gründers der Kleinpartei Strammer Kurs wurde er nach Polizeiangaben von Gegendemonstranten angegriffen.

Auslöser für Proteste ist Islamkritiker, der sich bei Koranverbrennung filmte

Er hatte einen Koran verbrannt und gab beleidigende Worte über Muslime und den Propheten Mohammed von sich, wie auf Live-Aufnahmen seiner Partei auf Youtube zu sehen war. Seitdem kam es mehrmals zu Krawallen und Auseinandersetzungen mit Beamten. 23 Menschen wurden schon in der Nacht zum Montag festgenommen.

Am Montag folgten in Albertslund westlich von Kopenhagen weitere Auseinandersetzungen von Gegendemonstranten mit der Polizei. Inzwischen ist dem Islamkritiker Paludan von der Polizei untersagt worden, Demonstrationen abzuhalten.

Quelle: n-tv.de, joh/dpa