Politik

Mindestens zwölf Tote Flüchtlingsboot nahe Korfu gesunken

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Die griechische Küstenwache ist mit mehreren Booten und Hubschraubern im Einsatz.

(Foto: AP)

Im Ionischen Meer geht ein Boot unter, auf dem sich Flüchtlinge befunden haben. Die Küstenwache kann noch einige von ihnen retten. Für andere hingegen kommt die Hilfe zu spät. Die Zahl der Opfer könnte noch weiter steigen.

Vor der Inselgruppe Paxos westlich der griechischen Küste ist am Morgen ein Flüchtlingsboot gesunken. Mindestens zwölf Menschen kamen ums Leben. Die Küstenwache konnte nur noch ihre Leichen bergen. Bis zum Mittag wurden 21 weitere Menschen gerettet. Unklar ist, wie viele Menschen insgesamt an Bord waren - griechische Medien berichten von bis zu 50 Personen. Die Inselgruppe im Ionischen Meer liegt in der Nähe der griechischen Insel Korfu.

Die Such- und Rettungsaktion der Küstenwache dauert an. Im Einsatz sind nach Angaben der Behörde vier Patrouillenboote und drei Hubschrauber; auch fünf Passagier- und Frachtschiffe beteiligen sich an der Suche in der Region, wie auf dem Marineportal Marine Traffic zu sehen war.

Die griechische Küstenwache entdeckt fast täglich Boote mit Migranten auf dem Weg von Griechenlands Westküste nach Italien. Schleuser nutzen die Überfahrt, um die weitgehend geschlossene Balkanroute zu umgehen. Genaue Zahlen dazu liegen jedoch aus offiziellen Quellen nicht vor.

Quelle: ntv.de, hul/dpa