Politik

Versöhnung in Sicht? Französischer Botschafter kehrt zurück nach Rom

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Die politische Krise zwischen Frankreich und Italien scheint ein Ende zu haben. Politische Führer aus Italien zeigen Bedauern.

(Foto: picture alliance/dpa)

Aufgrund der erheblichen Spannungen zwischen Frankreich und Italien ruft Paris vergangene Woche seinen Botschafter aus Rom zurück. Nun scheint jedoch ein Ende des Konflikts in Sicht: Die französische Regierung schickt den Delegierten wieder zurück.

Der im Streit mit Italien zurückbeorderte französische Botschafter soll nach Rom zurückkehren. Dies werde noch am Freitag geschehen, kündigte die französische Europa-Ministerin Nathalie Loiseau im Sender RTL an. Politische Führer aus Italien, die sich in der Vergangenheit inakzeptabel verhalten hätten, hätten nun Bedauern gezeigt, so die Ministerin.

Wochenlange Streitereien zwischen Frankreich und Italien haben sich zu einer handfesten politischen Krise zugespitzt. Die französische Regierung hatte ihren Botschafter vor gut einer Woche zurückgerufen und damit auf die "wiederholten, grundlosen Angriffe und die unerhörten Äußerungen" italienischer Regierungspolitiker reagiert.

Anlass war ein Treffen des italienischen Vize-Regierungschefs Luigi Di Maio mit dem Anführer der sogenannten Gelbwesten-Bewegung, Christophe Chalencon, die seit Wochen gegen die Politik von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron protestiert. Es war das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, dass Frankreich seinen Botschafter aus Italien zurückgerufen hatte.

Ein Ende des Konflikts scheint nun in Sicht. Vor wenigen Tagen hatten Macron und sein italienischer Kollege Sergio Mattarella telefoniert. Die beiden Präsidenten sollen dabei versöhnliche Töne angeschlagen haben. Sie hätten die Wichtigkeit der französisch-italienischen Beziehung bekräftigt, so der Élyséepalast.

Quelle: n-tv.de, lkl/rts/dpa

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