Politik

Falschparken und Raserei Gauland droht der "Idiotentest"

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Einige hätten ihn gern als Kanzlerkandidat, andere halten ihn nicht für geeignet, ein Fahrzeug im deutschen Straßenverkehr zu führen.

(Foto: picture alliance / dpa)

AfD-Vize gibt den harten Law & Order-Mann vor allem dann, wenn es andere betrifft. Er selbst nimmt es zumindest mit den deutschen Verkehrsregeln nicht so genau. Nun drohen ihm Sanktionen.

AfD-Vizeparteichef Alexander Gauland könnte wegen seines notorischen Falschparkens sowie Geschwindigkeitsübertretungen ein Entzug des Führerscheins drohen sowie die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung. Im Volksmund wird diese Maßnahme "Idiotentest" genannt. Wie die Berliner "B.Z." berichtet, handelte sich Gauland allein an seinem Wohnort Potsdam in den vergangen Monaten 54 Knöllchen ein, mit Bußgeldern von insgesamt etwa 1000 Euro.

Außerdem gab Gauland gegenüber der Zeitung an, er habe bereits zweimal - ebenfalls innerhalb weniger Monate - seinen Führerschein für je vier Wochen abgeben müssen. Bundesweit hatte Gauland vor allem dadurch für Empörung gesorgt, dass er Polizisten als "Knallchargen" bezeichnete und Parkverbote für generell überflüssig erklärte, während er gleichzeitig mit seiner Partei AfD als "Law & Order"-Politiker auftritt.

Laut B.Z. will Gauland auch künftig weiter nun dann legal parken, "wenn ich einen Parkplatz finde - aber manchmal gibt es keinen." Diese Einstellung und die umfangreiche Knöllchensammlung könnten nun Folgen haben. Die Zeitung zitiert dazu einen Mitarbeiter von Brandenburgs zentraler Bußgeldstelle. Demzufolge könne das Amt eine medizinisch-psychologische Untersuchung anordnen, "wenn jemand durch sein Verhalten, seine Äußerungen und insbesondere eine Vielzahl gleichartiger Verstöße zu erkennen gibt, dass er sich nicht an Recht und Gesetz halten will".

Quelle: ntv.de, mbo