Politik

Nach Fernsehansprache "Gelbwesten" lehnen Macrons Vorschläge ab

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Ein Demonstrant trägt ein Schild mit der Aufschrift "Macron, wir erwarten nichts von Ihren Ankündigungen".

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Lage für Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bleibt ungemütlich. Sein Versuch, mit weitreichenden Versprechen auf seine Kritiker zuzugehen, stößt bei diesen auf keine Gegenliebe. Einige werfen ihm vor, sich zu inszenieren.

Die Protestbewegung der "Gelbwesten" und die französische Opposition haben scharfe Kritik an den Ankündigungen von Präsident Emmanuel Macron geübt. Sie blieben in vielen Bereichen vage und trügen nicht zur Überwindung der sozialen Krise im Land bei. Macron hatte am Donnerstagabend unter anderem Steuersenkungen und mehr Bürgerbeteiligung versprochen.

Jacline Mouraud, eine "Gelbwesten"-Aktivistin der ersten Stunde, kritisierte, Macron verbessere nicht die Lage der Benachteiligten im Land: "Die großen Vergessenen der Nation sind die mittellosen Arbeiter und Bauern", erklärte sie. Ähnlich hatten sich zuvor bereits andere Mitglieder der Bewegung geäußert.

Der Sprecher der rechtspopulistischen "Nationalen Sammlungsbewegung", vormals "Front National", schrieb auf Twitter: "Macron ändert seinen Kurs nicht; schlimmer noch, er beschleunigt ihn."

Politiker der Sozialisten und der Linkspartei "La France Insoumise" (Das unbeugsame Frankreich) warfen Macron eine "Inszenierung" vor und einen Mangel an "Visionen, die der sozialen Krise und der ökologischen Apokalypse gerecht werden".

Quelle: n-tv.de, lwe/AFP

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