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NGOs scheitern vor EuGH Gen-Soja von Monsanto bleibt in EU erlaubt

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Die EU-Kommission hatte das Gen-Soja von Monsanto 2012 zugelassen, dagegen hatten die NGOs geklagt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die EU importiert jährlich 35 Millionen Tonnen Sojabohnen. Davon ist der Großteil gentechnisch verändert. Drei Nichtregierungsorganisationen klagen wegen möglicher Gesundheitsrisiken gegen das Gen-Soja von Monsanto - und scheitern jetzt vor dem Europäischen Gerichtshof.

Gentechnisch veränderte Sojabohnen der Bayer-Tochter Monsanto dürfen in der Europäischen Union weiterhin in Lebensmittel und Tierfutter verwendet werden. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) wies eine Klage von drei Nichtregierungsorganisationen (NGOs) gegen die EU-Zulassung einer gentechnisch veränderten Sojabohne der Bayer-Tochter Monsanto in Lebens- und Futtermitteln zurück. Die NGOs scheiterten damit in letzter Instanz, nachdem sie bereits einen langen Rechtsweg zurückgelegt hatten.

Monsanto hatte 2009 beantragt, Futter- und Lebensmittel auf den Markt zu bringen, die genetisch veränderte Sojabohnen enthalten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kam zu dem Schluss, dass diese Sojabohnensorte hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier oder auf die Umwelt genauso sicher sei wie herkömmliche Sojabohnen. Daraufhin erteilte die EU-Kommission 2012 die Zulassung.

Dagegen waren die drei NGOs TestBioTech, European Network of Scientists for Social und Environmental Responsability und Sambucus vorgegangen. Sie argumentierten, gesundheitliche Risiken seien vor der Zulassung nicht ausreichend geprüft worden. Daher beantragten sie bei der Kommission, die Zulassung noch einmal zu überprüfen. Diese hielt daran aber fest, worauf die NGO bereits beim Gericht der Europäischen Union Klage erhoben hatte - allerdings erfolglos.

Kein Anbau in Deutschland, aber Import

Die Bohne MON 87701 × MON 89788 von Monsanto wurde genetisch verändert und ist damit sowohl insekten- als auch herbizidresistent. Das bedeutet, dass sie einerseits für Schädlinge unattraktiv ist und andererseits unempfindlich für das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Sie wird nach Angaben von Bayer, der den US-Saatgutkonzern Monsanto mittlerweile übernommen hat, in Südamerika angebaut. Seit 2013 wurden demnach 73,6 Millionen Hektar in Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay damit bepflanzt.

In Deutschland findet derzeit zwar kein Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen statt. Es gibt in der EU aber rund 60 Importzulassungen für gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel. Nach Angaben des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung ist der überwiegende Teil der jährlichen EU-Sojaimporte von insgesamt rund 35 Millionen Tonnen gentechnisch verändert.

In Deutschland werden diese Agrarrohstoffe überwiegend für Futtermittel verwendet, die als "genetisch verändert" zu kennzeichnen sind. Lebensmittel, die als "genetisch verändert" gekennzeichnet werden müssen, gibt es dem Ministerium zufolge dagegen hierzulande ande äußerst selten.

Quelle: n-tv.de, aeh/rts/dpa/AFP

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