Politik

Ministerium plant neue Regeln Gesichtsschleier am Steuer bald verboten

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Kopftuch tragen bleibt zwar erlaubt, jedoch darf das Gesicht nicht verhüllt sein. Denn die Identität des Fahrer muss eindeutig zu identifizieren sein.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wer beim Autofahren sein Gesicht mit einer Maske oder einem Tuch verhüllt, muss künftig mit einem Bußgeld rechnen. Das Verkehrsministerium plant ein entsprechendes Gesetz. Der Grund: Der Fahrer muss bei einer Kontrolle eindeutig zu erkennen sein.

Autofahrern sollen stark gesichtsverhüllende Schleier oder Masken am Steuer verboten werden. Bei Verstößen drohen 60 Euro Buße, wie eine geplante Neuregelung des Bundesverkehrsministeriums vorsieht. Zuerst berichtete die "Saarbrücker Zeitung" darüber.

Ziel ist, bei zusehends automatisierten Verkehrskontrollen die Identität des Fahrers effektiv feststellen zu können. Das geplante Verbot erfasst laut Ministerium Masken und Schleier, die "das ganze Gesicht oder wesentliche Teile" verdecken. Erlaubt bleiben Kopfbedeckungen, die das Gesicht freilassen wie Hüte, Kappen oder Kopftücher, ebenso etwa auch Faschingsschminke oder Sonnenbrillen.

Bekannt ist über die geplante Verordnung bisher außerdem, dass Ablenkungen beim Fahren etwa durch Handy- oder Tablet-Nutzung schärfer bestraft werden sollen. Wer künftig während der Fahrt mit dem Smartphone in der Hand oder am Ohr erwischt wird oder eine SMS-Nachricht schreibt, muss 100 statt bisher 60 Euro Strafe zahlen. Kommt es zur Gefährdung anderer, wird nicht nur ein Bußgeld von 150 Euro fällig. Dann gibt es einen Monat Fahrverbot.

Und auch für Radfahrer wird es teurer: Statt bisher 25 Euro müssen sie künftig 55 Euro berappen, wenn sie von der Polizei beim Telefonieren oder beim SMS-Schreiben erwischt werden.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa

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