Politik

Kommandeur in Mali äußert sich Getötete Piloten waren "sehr erfahren"

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Thomas Blum ist Kommandeur der deutschen Hubschrauberpiloten in Mali.

(Foto: dpa)

Warum ein Tiger-Hubschrauber in Mali abgestürzt ist, ist nicht geklärt. Der Kommandeur der beiden getöteten Bundeswehrsoldaten stört sich an voreiligen Schlüssen. Die beiden Piloten seien nicht schlecht ausgebildet gewesen - im Gegenteil.

Der Kommandeur der bei einem Hubschrauberabsturz in Mali umgekommenen Bundeswehrsoldaten hat Spekulationen etwa über eine zu schlechte Ausbildung der Piloten scharf zurückgewiesen. "Unsere Besatzungen sind gut ausgebildet, sind auf den Einsatz gut vorbereitet, haben sich hier mit den Bedingungen entsprechend auseinandergesetzt", sagte Thomas Blum, Kommandeur der deutschen Hubschrauberpiloten in Mali im Camp Castor. "Und deswegen halte ich es derzeit auch für hochgradig unprofessionell, jetzt schon über Dinge zu spekulieren. Das wird weder den beiden Kameraden, die gefallen sind, noch den Besatzungen, die hier sind, geschweige denn ihren Angehörigen gerecht."

Die betroffene Besatzung sei sehr erfahren gewesen. Die Bundeswehr wie die Vereinten Nationen hätten strenge Vorgaben, die alle erfüllt würden. Die Stimmung unter den Piloten sei gedrückt, sagte Blum. "Man kennt sich schon seit Jahren, man fliegt seit Jahren gemeinsam die Einsätze, steht sich sehr nahe. Auf der anderen Seite unterstützen wir alle sehr professionell."

Es gehe darum, so schnell wie möglich die Ursache zu erforschen, um wieder den Flugbetrieb aufnehmen zu können. Am Mittwoch waren zwei Deutsche in dem westafrikanischen Land mit einem Kampfhubschrauber vom Typ Tiger abgestürzt und ums Leben gekommen.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen besucht derzeit die Truppe in dem Krisenland. Ein Team der Bundeswehr erforscht die Ursache des Unglücks. Die Piloten-Gemeinschaft der Bundeswehr hatte kritisiert, dass die Tiger-Hubschrauber nicht ausreichend für den Einsatz in Mali getestet seien und den Piloten die vorgeschriebene Routine fehle.

Quelle: n-tv.de, nsc/dpa

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