Politik

Oppositionsführer Akufo-Addo siegt Ghanaer wählen Präsident Mahama ab

Als erstes afrikanische Land südlich der Sahara erlangte Ghana 1957 die Unabhängigkeit - und gilt heute als eine Musterdemokratie auf dem Kontinent. Den Beweis dafür liefert einmal mehr der entspannte Übergang der Macht an einen neuen Präsidenten.

Zwei Tage nach der Präsidentenwahl im westafrikanischen Ghana hat Amtsinhaber John Dramani Mahama am Freitag seine Niederlage anerkannt und Oppositionsführer Nana Akufo-Addo zum Sieg gratuliert. "Ich kann bestätigen, dass Präsident Mahama angerufen und Nana Addo gratuliert hat", sagte John Boadu, Generalsekretär von Akufo-Addos New Patriotic Party. Mahama habe dem Oppositionsführer die weitere Zusammenarbeit zum Wohle des Landes zugesagt.

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Wird Ghanas neuer Präsident: Nana Akufo-Addo

(Foto: picture alliance / dpa)

Der 72-Jährige freue sich über seinen Erfolg bei den Wahlen, betrachte ihn als Herausforderung, um seinen Landsleuten zu beweisen, dass er seinen Worten auch Taten folgen lassen werde. Nach Angaben der Wahlkommission hatte Akufo-Addo 53,85 Prozent der Stimmen errungen. Auf Mahama entfielen 44,4 Prozent. Bis zum Freitagabend waren die Ergebnisse in 271 von 275 Wahlkreisen ausgewertet worden.

Ghana, einst unter britischer Kolonialherrschaft, erlangte 1957 als erstes Land in Afrika südlich der Sahara die Unabhängigkeit. Das Land gilt als eine Musterdemokratie auf dem Kontinent. Mahama (58) hatte in den vier Jahren an der Staatsspitze für einen Ausbau der Infrastruktur gesorgt, unter anderem mit dem Bau neuer Schulen und Krankenhäuser.

Viele Wähler jedoch machten Mahama und den regierenden Nationalen Demokratischen Kongress (NDC) für die anhaltende Wirtschaftskrise verantwortlich. Ghanas Wirtschaft hängt stark von Rohstoffexporten wie etwa Gold, Kakao, Diamanten und Aluminium ab. Fallende Weltmarktpreise und eine jahrelange Energiekrise führten zu steigenden Arbeitslosenraten - und Unmut in der Bevölkerung.

Quelle: n-tv.de, jve/dpa