Politik

Drohung von US-Vize VanceGolfstaaten melden heftigen Beschuss aus dem Iran

08.04.2026, 13:51 Uhr
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Eigentlich sollten die Angriffe innerhalb der nächsten zwei Wochen pausieren. (Foto: picture alliance / Anadolu)

Die Waffenruhe im Iran-Krieg ist noch keine 24 Stunden alt und schon brüchig: In Kuwait und den Emiraten kommt es zu Angriffen. Der Iran behauptet, es sei eine Reaktion auf die Bombardierung iranischer Ölanlagen. US-Vizepräsident Vance ruft zu "aufrichtigen" Verhandlungen auf.

Trotz einer Waffenruhe haben die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate Beschuss aus dem Iran gemeldet. Man sei seit dem Morgen mit einer Welle iranischer Angriffe konfrontiert, teilte die kuwaitische Armee mit und habe 28 iranische Drohnen abgefangen.

Einige der Drohnen hätten auf Ölanlagen und Kraftwerke im Süden des Landes gezielt und begrenzte Schäden an der Ölinfrastruktur, an Standorten der Stromerzeugung und an Meerwasserentsalzungsanlagen verursacht. Das Verteidigungsministerium der Emirate teilte auf X mit, die Luftverteidigung sei gegen Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran im Einsatz. Ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden.

Im iranischen Staatsfernsehen wurden die Angriffe mit Raketen und Drohnen bestätigt. Sie erfolgten in Reaktion auf Bombardierungen iranischer Ölanlagen am Persischen Golf kurz zuvor, hieß es in einer Nachrichtensendung.

Die Explosionen am Persischen Golf ereigneten sich an einer Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Die Ursache ist nicht bekannt. Auf der Insel Sirri kam es zu Explosionen, wie Mehr weiter berichtete. Auf jede Aggression werde der Iran mit einer "Reue bringenden Antwort" reagieren, hieß es in dem Bericht.

Waffenruhe "zerbrechlich"

Am Morgen waren bereits aus Bahrain Raketenangriffe gemeldet worden. Eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP berichtete von Explosionen und Rauch über der Insel Sitra, auf der sich Ölförderanlagen befinden. Das bahrainische Innenministerium erklärte im Onlinedienst X, der Zivilschutz habe einen "durch die iranische Aggression" verursachten Brand gelöscht. Bei den Angriffen auf Sitra seien zwei Menschen leicht verletzt und mehrere Häuser beschädigt worden.

US-Vizepräsident JD Vance hat die Waffenruhe mit dem Iran als "zerbrechlich" eingestuft und die Führung in Teheran zu "aufrichtigen Verhandlungen" aufgefordert. "Wenn die Iraner bereit sind, aufrichtig mit uns zu arbeiten, können wir meiner Meinung nach eine Vereinbarung erzielen", sagte Vance bei einem Besuch in Budapest.

Sollte die iranische Führung jedoch nicht an den Verhandlungstisch kommen, "werden sie herausfinden, dass man sich nicht mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten anlegen sollte", betonte der Vizepräsident: "Er ist ungeduldig. Er ist ungeduldig, Fortschritte zu erzielen."

Quelle: ntv.de, raf/dpa/AFP/DJ

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