Politik

Konflikt am Persischen Golf Großbritannien entsendet zweites Schiff

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Die "HMS Duncan" ist auf dem Weg zur Straße von Hormus.

(Foto: picture alliance/dpa)

London müht sich nach Beschlagnahme eines Tankers durch den Iran in der Straße von Hormus um eine europäische Militärmission. Bis dahin schützt das Land seine eigenen Schiffe selbst und erhöht nun die Präsenz. Verteidigungsminister Wallace ist dennoch an einer diplomatischen Lösung interessiert.

Im Streit um die Beschlagnahme eines britischen Tankers durch den Iran hat Großbritannien ein zweites Kriegsschiff in die Straße von Hormus geschickt. Das Verteidigungsministerium in London teilte mit, dass die "Duncan" für die Sicherheit britischer Handelsschiffe in der Straße von Hormus sorgen werde. Am Donnerstag hatte Großbritannien seine Marine angewiesen, britische Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu eskortieren. Bereits vor Ort ist die Fregatte "Montrose".

Am 19. Juli hatte der Iran den britischen Tanker "Steno Impera" beschlagnahmt, nachdem Anfang Juli in Gibraltar der iranische Öltanker "Grace 1" aufgebracht worden war. Die britische Regierung wirbt seither für eine europäische Marinemission zur Sicherung des Seeverkehrs in der Golfregion. Die Bundesregierung hat sich bislang nicht auf eine deutsche Beteiligung an einer möglichen Marinemission festgelegt, dies allerdings auch nicht ausgeschlossen. Auch international gibt es dafür bislang keine Beschlüsse.

"Die Schifffahrtsfreiheit in der Straße von Hormus ist nicht nur für das Vereinigte Königreich von entscheidender Bedeutung, sondern auch für unsere internationalen Partner und Verbündeten", teilte Verteidigungsminister Ben Wallace mit. London bemühe sich im Konflikt mit dem Iran weiter um eine diplomatische Lösung, betonte Wallace. Bis es zu einer solchen Lösung komme, werde die britische Marine "weiterhin die Sicherheit britischer Schiffe gewährleisten", erklärte der Minister.

Großbritannien hat derzeit die Fregatte "Montrose" sowie mehrere kleinere Schiffe in der Golfregion. Die "Montrose" eskortierte nach Angaben der britischen Marine in den vergangenen Wochen 35 Schiffen durch die Meerenge.

Quelle: n-tv.de, joh/AFP