Politik

Paket für 300 Millionen Pfund Großbritannien sagt weitere Militärhilfen zu

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Ein ukrainischer Soldat mit einem Maschinengewehr im Einsatz in Charkiw.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die Briten gehören zu den größten europäischen Lieferanten von Rüstungsgütern in die Ukraine. Premier Johnson will erneut Ausrüstung für mehrere Hundert Millionen Pfund senden. In einer geplanten Videoansprache in Kiew will er zudem Parallelen zum Zweiten Weltkrieg ziehen.

Der britische Premierminister Boris Johnson will am Dienstag in einer Videoansprache vor dem ukrainischen Parlament weitere 300 Millionen Pfund (358 Millionen Euro) Militärhilfe für die Ukraine verkünden. Wie sein Büro mitteilte, soll das jüngste Unterstützungspaket Ausrüstung für die elektronische Kriegsführung, ein Radarsystem zur Abwehr von Artillerie, Störgeräte für GPS und Nachtsichtgeräte umfassen.

Nach einem vorab verschickten Redemanuskript will Johnson bei seiner Videoansprache daran erinnern, dass auch das britische Parlament sich im Zweiten Weltkrieg weiter versammelt und das britische Volk damals eine solche Einigkeit und Entschlossenheit gezeigt habe, dass man sich an die Zeit der größten Gefahr auch als eine Sternstunde erinnere.

"Dies ist die Sternstunde der Ukraine, ein episches Kapitel in Ihrer nationalen Geschichte, das über Generationen hinweg erinnert werden wird." Damit spielt Johnson auf den Kampf der Briten gegen Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg an, der in Großbritannien auch als die "beste Stunde" - ein Moment der "Einigkeit und Entschlossenheit" angesichts "größter Gefahr" - bezeichnet wird. Ihre Kinder und Enkelkinder würden eines Tages sagen, dass die Ukrainer der Welt gezeigt hätten, dass "die brutale Macht eines Aggressors nichts ist gegen die Moral eines Volkes, das für seine Freiheit kämpft", so Johnson.

Die Briten gehören zu den größten Lieferanten von Rüstungsgütern an Kiew in Europa. Sie hatten vergangene Woche angekündigt, gepanzerte Fahrzeuge zur Flugabwehr zu schicken. Außerdem haben sie Tausende tragbare Panzer- und Flugabwehrraketen sowie Plastiksprengstoff geliefert. In den kommenden Wochen will die britische Regierung zudem Drohnen zum Transport schwerer Lasten schicken.

Quelle: ntv.de, lve/AFP

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